Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz)

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

Stand: 13. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) kommt vor allem für Betroffene mit erektiler Impotenz infrage, bei denen eine Medikamenten-Einnahme in Tablettenform keine Besserung brachte. Bei dieser Methode wird ein gefäßerweiternder Wirkstoff (Alprostadil) in einen Schwellkörper des Penis injiziert. Die Injektion kann der Betroffene mit etwas Übung selbst vornehmen. Wenige Minuten nach der Injektion tritt eine Erektion ein, die etwa eine Stunde anhält. Bei sachgerechter Anwendung sind die Nebenwirkungen gering. Wird die Injektion vom Betroffenen selbst durchgeführt, sollte alle drei Monate eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Die Schwellkörperinjektion ist nicht schmerzhaft. Sie wird mit einer extrem dünnen Kanüle durchgeführt. Die Verwendung von Fertigspritzen erleichtert die Handhabung.

Penis
Anwendung der Autoinjektionstherapie

Komplikationen

Bei der Anwendung der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie kann es zu Nebenwirkungen wie Blutergüssen, Penis- und Erektionsschmerzen oder Schwellkörperinfektionen kommen.

Personen, die von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Geschlechtskrankheiten oder Sichelzellenanämie betroffen sind oder innerhalb des letzten Jahres einen Herzinfarkt hatten, sollten die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie nicht anwenden.

In seltenen Fällen kann bei der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie ein Priapismus auftreten. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Erektion, die länger als zwei Stunden anhält und ärztlich behandelt werden muss. Unbehandelt führt ein Priapismus zu einer Fibrose (Gewebeverhärtung) und einer dauerhaften erektilen Dysfunktion.

Weiterlesen: Erektile Dysfunktion (Erektile Impotenz): Therapie – Transurethrale Therapie

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