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Herpes genitalis (Genitalherpes)

Stand: 29. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Herpes genitalis (Genitalherpes) entsteht durch eine Infektion mit bestimmten Herpesviren und ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Typische Symptome bei Herpes genitalis sind kleine, schmerzhaft juckende Bläschen an den Geschlechtsorganen. In den meisten Fällen verursacht das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) den Genitalherpes, manchmal aber auch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1). Beide Virustypen können auch zu Lippenherpes führen. Herpes-simplex-Viren sind weltweit verbreitet und für ein breites Spektrum von Erkrankungen verantwortlich: Es reicht von örtlich auftretenden Haut- oder Schleimhautverletzungen bis hin zu schweren Infektionen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten.

Durch Typ 2 verursachter Herpes genitalis überträgt sich hauptsächlich über sexuelle Kontakte. Das Typ-1-Virus geht dagegen in den meisten Fällen bereits im Kindesalter von der Mutter auf das Kind über. Außerdem ist eine Übertragung von Herpes genitalis während der Geburt möglich. Knapp 90 Prozent der Deutschen sind mit Typ 1 infiziert, allerdings kommt es nicht bei allen Infizierten zu Symptomen. Herpesviren bleiben lebenslang im Körper, sodass die Herpesinfektion immer wieder ausbrechen kann.

Welche Therapie bei Herpes genitalis hilft, hängt davon ab, wie schwer er ausgeprägt ist. Wirksam gegen die Herpesviren ist zum Beispiel der Wirkstoff Aciclovir, den es verschreibungspflichtig in Salben- und Tablettenform gibt. In schweren Fällen ist es auch möglich, ihn als Infusion zu verabreichen.

Weiterlesen: Genitalherpes: Definition

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