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Herpes genitalis (Genitalherpes)

Genitalherpes: Ursachen

Stand: 29. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Erreger

Für Herpes genitalis (Genitalherpes) kommen als Ursachen zwei verschiedene Erreger infrage: das Herpes-simplex-Virus (HSV) beziehungsweise humanes Herpesvirus (HHV) vom Typ 1 und vom Typ 2. Herpes-simplex-Viren zählen zur Gruppe der Herpesviren, die wiederum zu den DNA-Viren gehören.

Beide Erreger des Genitalherpes – HSV-1 und HSV-2 – sind eng miteinander verwandt. Sie sind für eine Reihe von bekannten Herpesausprägungen verantwortlich. Beim Auftreten eines Herpes genitalis kann der Zeitpunkt der Ansteckung schon länger zurückliegen, denn die erste Infektion mit den Herpesviren verläuft, ähnlich wie beim Lippenherpes, häufig unbemerkt. Die eindringenden Viren gelangen vom Ort der Erstinfektion (z.B. Schleimhaut der Genitalien, Mundschleimhaut) über die Nervenleitbahnen (Axone) zum dazugehörigen Nervenknoten (Ganglion) und infizieren ihn ebenfalls.

Während der ersten Woche einer Herpesinfektion beseitigt das Immunsystem sowohl die Viren in der Schleimhaut als auch in einem Teil der infizierten Nervenzellen. Das Erbgut (DNA) der Herpesviren versteckt sich jedoch im Zellkern der Nervenzellen. Dies ist die Ursache dafür, dass das Immunsystem die Virus-DNA nicht erkennen und somit auch nicht angreifen kann. So kann die Virus-DNA lebenslang in den Nerven überdauern und für die Herstellung weiterer Herpes-Viren sorgen. Sobald das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist, reaktiviert sich die Virus-DNA – und in den infizierten Zellen entstehen zahlreiche neue Viren. Es kommt zu einer Zweitinfektion: dem sichtbaren Herpes genitalis oder Genitalherpes.

Für die Reaktivierung des Herpesvirus und somit für die Entstehung des Herpes genitalis oder Genitalherpes kommen zum Beispiel folgende Ursachen infrage:

Weiterlesen: Genitalherpes: Ursachen – Übertragung

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