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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Wird Prostatakrebs in einem frühen, gut behandelbaren Stadium entdeckt, bestehen gute Heilungschancen. Meist kommt es erst im fortgeschrittenen Stadium zu Beschwerden, die aber nicht eindeutig für ein Prostatakarzinom sprechen, sondern auch bei anderen Erkrankungen auftreten können.
Da typische Symptome fehlen, spielt die Früherkennung von Prostatakrebs eine Schlüsselrolle und ist Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Ab 45 Jahren hat jeder Mann einen Anspruch auf die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen jährlichen Früherkennungs-Untersuchungen: Sie tragen dazu bei, ein eventuell vorliegendes Prostatakarzinom rechtzeitig zu entdecken und erfolgreich behandeln zu können.
Die Früherkennungs-Untersuchung auf Prostatakrebs umfasst die Tastuntersuchung, bei der der Arzt mit dem Finger die Prostata (Vorsteherdrüse) vom Darm aus abtastet. Ergibt sich der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, werden in Absprache weitere Untersuchungen wie zum Beispiel ein PSA-Test gemacht, um den möglichen Befund zu bestätigen. Beispielsweise kann eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden.
Steht die Diagnose Prostatakrebs fest, muss der Betroffene nach eingehender Beratung mit seinem Arzt entscheiden, welche Behandlung für ihn infrage kommt. Es gibt mehrere Therapiemöglichkeiten bei einem Prostatakarzinom, die sich nach der Art und dem Stadium des Tumors sowie den individuellen Bedürfnissen und dem Alter des Betroffenen richten. Das Spektrum reicht von kontrolliertem Abwarten über eine reine Bestrahlungstherapie bis zur sogenannten Prostatektomie (Prostataentfernung), bei der die gesamte Vorsteherdrüse in einer Operation entfernt wird. Bei weiter fortgeschrittenen Fällen und im höheren Alter kommt häufig eine Hormontherapie zum Einsatz.
In den Fällen, wo der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits in andere Organe gestreut hat (Metastasierung), ist der Prostatakrebs zwar nicht mehr heilbar, aber dennoch behandelbar. Eine weitere Ausbreitung des Prostatakarzinoms lässt sich somit bei vielen Männern verzögern.
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