Startseite > Ratgeber > Männergesundheit > Prostatakrebs > Vorbeugen
Stand: 21. September 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Prostatakrebs (Prostatakarzinom) können Sie nicht sicher vorbeugen. Es gibt aber ein paar Verhaltensmaßnahmen, die Prostatakrebs und auch einem Wiederauftreten nach einer überstandenen Erkrankung wahrscheinlich vorbeugen. Regelmäßige körperliche Bewegung, ein normales Körpergewicht und eine gesunde Ernährung (viel Obst und Gemüse, wenig tierisches Fett) zeigen einen möglicherweise positiven Effekt und spielen daher eine wichtige Rolle, wenn Sie Prostatakrebs vorbeugen möchten.
Früherkennungs-Untersuchungen können einem Prostatakarzinom im eigentlichen Sinne nicht vorbeugen, aber sie können dabei helfen, bereits vorhandenen Prostatakrebs frühzeitig zu diagnostizieren. Das ist wichtig, weil die Heilungsaussichten bei Prostatakarzinomen sehr gut sind, wenn sie früh erkannt und behandelt werden. Mit Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs kann der Arzt die Erkrankung bereits feststellen, bevor die ersten Symptome auftreten. In Deutschland hat jeder Mann ab 45 Jahren gesetzlichen Anspruch auf eine jährliche Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane des Mannes sowie der Prostata einschließlich einer rektalen Tastuntersuchung.
Der PSA-Bluttest kann dem Arzt bereits einen Hinweis auf ein Prostatakarzinom im Frühstadium geben. Da der Nutzen (Senkung der Sterblichkeit bei Prostatakrebs) wissenschaftlich bisher nicht eindeutig belegt ist, ist das PSA-Screening kein Bestandteil der gesetzlichen Früherkennung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des PSA-Tests als Vorsorgemaßnahme daher nicht.
Es gibt eine anhaltende Diskussion über den Nutzen der PSA-Bestimmung als Screening-Methode auf Prostatakrebs. Kritiker merken an, dass der PSA-Test lediglich das Risiko für Prostatakrebs angibt, nicht aber einen eindeutigen Hinweis auf ein bestehendes Prostatakarzinom liefert. Hintergrund: Ein erhöhter PSA-Wert tritt häufig auch infolge anderer Erkrankungen auf, etwa einer Entzündung der Prostata. Zudem würden mit dem PSA-Test eine Vielzahl sogenannter stummer (latenter) Prostatakarzinome entdeckt, die in der Regel keine Beschwerden verursachen und selten gesundheitsgefährdend sind. Dies könnte in der Folge für die Betroffenen psychische und mitunter auch körperliche negative Auswirkungen haben – dann nämlich, wenn weitere Untersuchungen oder eine Therapie eingeleitet würden, die eigentlich nicht notwendig wären (sogenannte "Überdiagnose" und "Übertherapie").
Befürworter des PSA-Tests halten dem entgegen, dass es möglich sei, mit der PSA-Bestimmung diejenigen Männer herauszufiltern, bei denen ein aggressives Prostatakarzinom vorliegt und die von der Entdeckung und einer frühzeitig eingeleiteten Therapie sehr profitieren würden.
Letztlich sollte jeder Mann mit seinem behandelnden Arzt besprechen, ob er den PSA-Test als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) machen möchte und welche möglichen Auswirkungen ein auffälliges Ergebnis haben könnte. Ihr Arzt sowie die Krankenkassen können Sie umfassend über die Risiken und Nutzen des PSA-Tests aufklären und Sie so bei der Entscheidung unterstützen.
Weiterlesen: Prostatakrebs: Weitere Informationen
Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Männergesundheit und typische Männerkrankheiten von A-Z. mehr ...
Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2013 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.