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Stand: 24. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Hinter einem unerfüllten Kinderwunsch können viele Gründe stecken. Durch ein Spermiogramm (Spermauntersuchung) kann man prüfen, ob für die ungewollte Kinderlosigkeit eine schlechte Qualität oder eine unzureichende Menge an Samenzellen (Spermien) verantwortlich ist.
Normale, reife Samenzellen sind zusammengesetzt aus einem ovalen Kopf, der den Zellkern und somit die DNA enthält, einem Hals- und Mittelstück sowie einem Schwanzstück. Sie sind beweglich, um selbstständig die Eizelle erreichen zu können, und ihr Kopf enthält Enzyme, mit deren Hilfe sie die Eihülle durchdringen können. Beim Spermiogramm überprüft man die Anzahl (bzw. Dichte), Beweglichkeit und Form (Morphologie) der Samenzellen in der Samenflüssigkeit (Sperma):
Daneben kann man beim Spermiogramm den pH-Wert, den Zuckergehalt und die Zähflüssigkeit (Viskosität) des Spermas bestimmen. Auch die Farbe oder eine mögliche Besiedelung mit Bakterien im Befund der Spermauntersuchung kann auf Veränderungen der Samenflüssigkeit hinweisen.
Das Spermiogramm ist die wichtigste Methode zur Beurteilung der männlichen Zeugungsfähigkeit (Fertilität). Daher ist der erfolglose Versuch von Paaren, eine Schwangerschaft herbeizuführen, häufig der Grund für die Untersuchung der Männer beziehungsweise der Samenflüssigkeit. Daneben kommen Spermiogramme auch nach einer Sterilisation des Mannes (sog. Vasektomie) zum Einsatz, um zu überprüfen, ob der Eingriff erfolgreich war und das Ejakulat wirklich keine Spermien mehr enthält. Zu diesem Zweck erfolgt die Spermauntersuchung am besten sechs und zwölf Wochen nach der Operation.
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