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Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit (Sterilität)

Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Viele Paare wünschen sich Kinder – doch manche bleiben bei dem Versuch, eine Schwangerschaft herbeizuführen, erfolglos. Wenn hinter dem unerfüllten Kinderwunsch eine Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) steckt, stehen die Chancen, doch noch Kinder zu bekommen, aber nicht unbedingt schlecht.

Damit dieser Wunsch nach Kindern in Erfüllung gehen kann, ist es bei ausbleibender Schwangerschaft wichtig, den Ursachen für die mögliche Sterilität auf den Grund zu gehen. Von Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit ist jedoch erst dann auszugehen, wenn es bei einem Paar innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zur Schwangerschaft kommt.

Die Tatsache, keine Kinder bekommen zu können, ist für Mann und Frau häufig sehr belastend: Steril – also nicht zeugungsfähig beziehungsweise unfruchtbar (infertil) – zu sein, ist auch heutzutage noch für viele Menschen ein Makel, über den sie nicht gerne sprechen. Ein offener Umgang mit dem Thema Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit ist jedoch wichtig, um klären zu können, warum es mit der Zeugung nicht klappt und ob es möglich ist, dies zu beheben.

Die Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind immer bei beiden Partnern zu suchen: Die vielfältigen Gründe für eine Sterilität liegen etwa gleich häufig bei Männern und Frauen. Neben körperlichen Auslösern können auch seelische Faktoren sowie Umweltbelastungen, Stress, falsche Ernährung, Alkohol, Rauchen und vieles mehr eine Unfruchtbarkeit (bzw. Infertilität) der Frau oder Zeugungsunfähigkeit beim Mann fördern.

Bleibt eine Schwangerschaft trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr über längere Zeit aus, lassen sich am besten beide Partner ärztlich untersuchen. Oftmals ist es möglich, die Ursache der Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit zu behandeln und ein Kind letztlich doch auf natürlichem Weg zu zeugen. In manchen Fällen aber ist einer oder sind beide Partner unfruchtbar beziehungsweise zeugungsunfähig (steril).

Neben Frauenärzten (Gynäkologen) und Fachärzten für Männerheilkunde (Urologen oder Andrologen) gibt es eine speziell ausgerichtete Fachrichtung für die Menschen, die ungewollt kinderlos sind: die sogenannte Reproduktionsmedizin. Je nachdem, welche Ursachen für die Kinderlosigkeit verantwortlich sind, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, vielen Betroffenen trotz Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit den Kinderwunsch über eine künstliche Befruchtung doch noch zu erfüllen.

Weiterlesen: Unfruchtbarkeit: Definition

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