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Stand: 22. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Zärtliche Koseworte, Kinderlieder und Reime, die spontan-spielerische Erstkommunikation mit Säuglingen – all dies wirkt in der eigenen Muttersprache emotional besonders echt. Doch was tun, wenn die Eltern unterschiedliche Muttersprachen haben oder das Kind in einem Land aufwächst, das nicht das Geburtsland der Eltern ist?
Nach neustem Forschungsstand haben zweisprachig erzogene Kinder nicht mehr Probleme beim Spracherwerb als Kinder, die einsprachig aufwachsen. Offenbar hat das menschliche Gehirn genügend Platz für mehr als eine Muttersprache, und zwar von Geburt an.
Demnach kann die so genannte Erstsprache auch aus zwei Sprachen bestehen. Kinder, die mit dieser "muttersprachlichen Zweisprachigkeit" groß werden, haben meist keine Probleme, ihre beiden Sprachen auseinander zu halten. Bewährt hat sich hier das Prinzip "Eine Person – eine Sprach", bei dem sich Mutter und Vater für jeweils eine Sprache entscheiden, in der sie mit dem Kind kommunizieren.
Zwar kann es in den ersten Jahren zu gelegentlichen Überlagerungen der beiden Erstsprachen kommen, doch sehen Fachleute darin kein Problem. Auf die allgemeine Intelligenzentwicklung hat die Zweisprachigkeit wenn überhaupt, dann einen leichten positiven Effekt: Die Kinder gehen oft bewusster mit Sprache um.
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