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Selbstständig essen & trinken

Essen lernen

Stand: 8. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Kinder spielen weniger mit dem Essen, als dass sie die verschiedenen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen kennen lernen. Sie erfahren nicht nur, was ihnen schmeckt, sondern auch, wie sie es am besten in ihren Mund hinein befördern.

Damit ein Kind auch das Essen mit dem Löffel ungehindert erlernen kann, sollte das Kindergeschirr bruchsicher sein und es sollte keine Rolle spielen, wenn die Umgebung etwas von der Breimahlzeit abbekommt. Um den Einstieg in selbstständiges Essen zu erleichtern, bieten sich außerdem zunächst "kleckerfreie" Mahlzeiten wie Nudeln ohne Sauce an oder "griffige" Snacks und Fingerfood, wie Brotstücke, Möhren, Bananen oder Würstchen.

Wer sich der Kleckerei stellen möchte, kann eine große Folie unter den Hochstuhl legen und anstelle eines normalen Lätzchens einen Malerkittel für Kinder verwenden. So kann man dem Kleckern entspannter entgegensehen. Zum Einstieg bieten sich dickere Breie oder Müsli mit wenig Milch an – da bleibt sicher etwas auf dem Löffel und das Kind ist motiviert, es weiter zu probieren.

Druck verdirbt den Appetit

Ein Kind mag nicht gefüttert werden und weint.

Fachleute raten, aus dem Essen keine Pflichtveranstaltung zu machen. Das Kind sollte aus eigenem Antrieb verschiedene Lebensmittel ausprobieren, nicht den Eltern zuliebe. Anderenfalls tun die Kleinen sich schwer, einen eigenen Geschmack zu entwickeln – die Basis für einen "guten Esser". Zum anderen lassen sich so Machtkämpfe um das Essen eher vermeiden.

Im Grunde weiß das Kind instinktiv, wann und wie viel es essen muss, um gesund zu bleiben. Je weniger es bedrängt wird, desto selbstständiger wird es essen. Eltern sollten sich außerdem darüber klar sein, dass das Kind nicht absichtlich kleckert, darum ist Schimpfen kontraproduktiv. Sinnvoller ist es, mit den eigenen Tischmanieren als Vorbild zu gelten – sobald die Motorik es erlaubt, wird das Kind diese abschauen und nachahmen.

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