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Stand: 22. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Ab dem dritten Lebensjahr entwickeln Kinder ein zunehmendes Bewusstsein für die Verletzlichkeit ihres Körpers. Deshalb verlangen selbst winzige Kratzer oft nach einer Extraportion Trost, um schließlich mit einem riesigen Pflaster versorgt zu werden.
Auch der Besuch beim Kinderarzt oder anderen Menschen, die Ihrem Kind körperlich nahe kommen müssen (etwa der Frisör oder die Turnlehrerin) kann sich mit einem Mal schwierig gestalten. Plötzlich reicht es nicht mehr aus, wenn Sie Ihrem Kind sagen, dass es keine Angst zu haben braucht. Es sperrt sich trotz guten Zuredens, und je mehr Sie versuchen, es von der Harmlosigkeit der Situation zu überzeugen, desto stärker wird sein Fluchtimpuls.
Sicherlich vertraut Ihr Kind auch weiterhin Ihrem Urteil. Doch in dem Maß, mit dem es seine Persönlichkeit entwickelt, wächst auch sein Bedürfnis, sich selbst der Gefahrlosigkeit eines Menschen zu versichern.
Die meisten Kinderärzte sind erfahren genug und werden Ihr Kind nicht bedrängen, sollte es sich plötzlich vor einer Untersuchung fürchten. Geben Sie Ihrem Kind alle Zeit, die es braucht. Kommen Sie lieber noch einmal wieder, sollte es sich nicht beruhigen lassen. Damit zeigen Sie ihm, dass Sie seine Ängste ernst nehmen.
| Tipp: Oft hilft es, vor dem nächsten Besuch ein Buch zu lesen, in dem ein Kind Angst vor dem Arztbesuch hat, der sich dann jedoch wider Erwarten als ganz harmlos erweist. Nehmen Sie Ihr Kind im Untersuchungszimmer dann am besten auf den Schoß. Loben Sie es, wenn es den Aufforderungen des Arztes nachkommt, und belohnen Sie es hinterher mit einer Kleinigkeit für seinen außerordentlichen Mut. |
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