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Stand: 26. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Dreitagefieber ist eine akute, aber meist harmlose Virusinfektion, die in der Regel Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren betrifft. Es wird auch als Exanthema subitum oder Roseola infantum bezeichnet und tritt besonders im Frühjahr und Herbst auf. Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit die sehr häufig und weltweit vorkommt.
Zwei Typen des humanen Herpesvirus (HHV-6, seltener HHV-7) sind die Ursachen für das Dreitagefieber. Diese werden durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Spucken) übertragen. Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden (Inkubationszeit) von Exanthema subitum vergehen etwa 3 bis 15 Tage.
Charakteristisch bei einem Exanthema subitum ist der plötzliche Fieberanstieg auf 40 Grad Celsius oder höher, der nach drei bis vier Tagen wieder abrupt abfällt. Anschließend kommt es zu einem flüchtigen, kleinfleckigen Hautausschlag (Exanthem), der ebenso wie eventuelle Begleitbeschwerden (z.B. Durchfall) ohne Folgeschäden abklingt. Etwa zehn Prozent der Kinder mit Dreitagefieber entwickeln Fieberkrämpfe. Diese sind meistens harmlos und dauern in der Regel weniger als zehn Minuten an.
Zur Therapie beim Dreitagefieber sind fiebersenkende Mittel (z.B. Paracetamol) und gegebenenfalls antiepileptische Medikamente (Diazepam) geeignet – meist in Form von Zäpfchen. Außerdem können Wadenwickel das Fieber senken. Da der Körper bei einem Exanthema subitum sehr viel Flüssigkeit verliert, sollten zur Unterstützung der Therapie, erkrankte Kinder besonders viel trinken.
Bisher sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen man einem Dreitagefieber vorbeugen kann. Aufgrund der niedrigen Komplikationsrate ist dies auch nicht notwendig. Eine Schutzimpfung steht nicht zur Verfügung. Exanthema subitum klingt normalerweise nach etwa fünf bis sieben Tagen ohne Folgeschäden ab und hinterlässt eine lebenslange Immunität.
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