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Stand: 22. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Ließe man (kleine) Kinder unbegrenzt lange fernsehen, verlören sie möglicherweise irgendwann das Interesse daran. Gewissermaßen aus instinktiven Selbstschutzgründen. Unterdessen ginge es ihnen jedoch nicht gut. Sie wären reizüberflutet und angefüllt mit einer Unmenge von Bildern: lustig, gruselig oder unverständlich, auf jeden Fall aber nicht mehr zu verarbeiten.
Wohl dosiert muss fernsehen Kindern nicht schaden. Dreijährige sollten allerdings nicht unbedingt länger als zehn bis zwanzig Minuten am Tag vor der „Glotze“ sitzen. Sicher, für die Erwachsenen ist es bequem: Die Kinder schauen wie gebannt auf den Bildschirm, und man kann einmal verschnaufen. Leider gewöhnen Kinder sich schnell daran, passiv mit Geschichten versorgt zu werden. Und das ist schade.
Vom Fernseher geht, das wissen die meisten Erwachsenen, oft ein ungeheurer Sog aus. Kinder aber sollten sich möglichst viel bewegen, möglichst viel frei spielen und sich die Welt aus eigener Anschauung erobern. Das alles ist vor dem Fernseher nicht möglich.
Auch wenn der Fernseher Ihrem Kind jederzeit eine schöne Geschichte erzählen kann und es auch dabei einiges zu lernen gibt, sollten Dreijährige möglichst nicht allein fernsehen. Insbesondere nicht, wenn eine Kindersendung wie bei den privaten Anbietern immer wieder von meist nicht kindgerechter Werbung unterbrochen wird.
Tatsächlich wird Ihr Kind keinen Schaden nehmen, wenn es noch nicht fernsieht. Andererseits ist gegen zehn Minuten „Sandmännchen“ am Abend nichts einzuwenden. Es lässt sich sogar sehr praktisch in die allabendliche Zubettgehroutine einbauen.
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