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Draußen spielenAutor: Onmeda-Redaktion Die im vergangenen Jahrhundert erzielten Fortschritte der allgemeinen Hygiene haben dazu beigetragen, dass heute nur noch wenige Kinder an Infektionskrankheiten sterben. Ebenso wichtig war und ist die gestiegene Impfbereitschaft gegen die allgemeinen Kinderkrankheiten. Dennoch gilt auch heute noch die althergebrachte Redensart „Dreck reinigt den Magen!“ Sie ist nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Allergologen weisen jedoch darauf hin, dass man es mit der Hygiene nicht übertreiben sollte. Bakterien und andere Keime sind seit Jahrtausenden ständige Begleiter des Menschen, weshalb sich unser Immunsystem gut darauf eingestellt hat. Allerdings muss jede Körperabwehr erst einmal im Kontakt mit Keimen erstarken – insbesondere in den ersten Lebensjahren. Der notwendige Trainingseffekt fällt jedoch nur schwach aus, wenn Kinder mit einem Übermaß an Hygiene aufwachsen. Die Folgen sind: Mehr Allergien und chronische Atemwegserkrankungen. Man hat festgestellt, dass Kinder, die auf dem Land aufwachsen und sich häufiger in Viehställen aufhalten, im Vergleich zu Stadtkindern deutlich seltener an Heuschnupfen oder anderen allergisch mitverursachten Krankheiten leiden. Der Grund: Auf dem Land kommt das sich entwickelnde Immunsystem der Kinder mehr als in der Stadt mit Keimen aller Art in Kontakt und wird dadurch stärker. Das heißt keineswegs, Kindern in Zukunft bei schweren Infektionskrankheiten keine Antibiotika mehr zu geben, oder gar auf Schutzimpfungen zu verzichten. Und natürlich sollte man sich vor dem Essen möglichst die Hände waschen. Putzmittel mit Bakterien abtötenden Zusätzen sind im normalen Haushalt jedoch fehl am Platz. Gut für das Immunsystem ist dagegen, wenn Kinder sich regelmäßig schmutzig machen dürfen, oft mit anderen Kindern zusammen sind und häufiger aus der Stadt rauskommen – am besten mal auf einen Bauernhof. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaDraußen spielen
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