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Stand: 12. November 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Die vielen Talgdrüsen auf der Haut produzieren einen natürlichen Fettfilm, der die Haut normalerweise vor äußeren Einflüssen schützt.
Die Talgbildung bestimmt, ob die Haut fettig, trocken oder normal ist. Sie reguliert den Wasserverlust und verhindert so, dass die Haut austrocknet. Sinken die Temperaturen unter acht Grad Celsius, reduziert sich die Talgproduktion der Haut und der natürliche Schutzfilm der Haut wird dünner. Je kälter es draußen ist, desto weniger Fett produzieren die Talgdrüsen – ist die Kälte extrem, stellen sie sogar ihre Produktion ganz ein.
Um seine Schutzfunktion gegen äußere Einwirkungen aufzubauen, muss sich der Talg über die gesamte Hautoberfläche ausbreiten (sog. Spreitung). Bei warmer feuchter Luft breitet sich der Talg schneller aus als in der Kälte. Die Haut trocknet im Winter somit schneller aus als im Sommer. Extreme Kälte kann dazu führen, dass sich die Fettproduktion komplett einstellt. Der fehlende Fettfilm begünstigt eine schnelle Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche. Dieser Vorgang verstärkt sich durch trockene Heizungsluft und geringe Luftfeuchtigkeit bei Kälte zusätzlich: Die ausgetrocknete und empfindliche Haut wird rau, rissig und blass.
Viele Menschen leiden im Winter vermehrt unter Spannungsgefühlen und Schuppenbildung. Gelangt man aus der winterlichen Kälte in einen beheizten Raum, kann es durch die geringe Luftfeuchtigkeit und der damit verbundenen Austrocknung der Haut zu einem Juckreiz kommen. Dieser Juckreiz nennt sich Winterjucken (Pruritus hiemalis).
Insgesamt wird die Haut bei Kälte weniger durchblutet. Die oberste Hautschicht erneuert sich nur noch langsam und die Regenerationsmechanismen arbeiten eingeschränkt. Die Haut ist dadurch empfänglicher für äußere Einflüsse wie zum Beispiel Pilze, Bakterien und Schadstoffe.
Tabakrauch, Alkohol und UV-Strahlung können die Haut sowohl im Sommer als auch im Winter zusätzlich belasten. Alkohol und Nikotin behindern die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung und mindern die Regenerationsfähigkeit der Haut. Eine übermäßige UV-Strahlung schwächt das Immunsystem, fördert die Faltenbildung und kann Hautkrebs hervorrufen.
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