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UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung)

Selbstschutz der Haut

Stand: 23. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) kann die Haut schädigen. Die Haut hat deshalb mehrere Methoden entwickelt, sich bis zu einem gewissen Maß vor UV-Strahlung zu schützen. Die wichtigsten beiden sind

  • die Hautbräunung und
  • die Lichtschwiele.

Verschiedene Systeme in den Zellen versuchen zudem, die UV-Schäden wieder zu reparieren. Bis sich ein guter Eigenschutz, bestehend aus Bräunung und Lichtschwiele, richtig aufgebaut hat, vergeht einige Zeit. Bei täglich langsam ansteigender UV-Belastung dauert es durchschnittlich zwei bis drei Wochen, bis beide Schutzmaßnahmen zusammen maximal als Eigenschutz wirken können.

Hautbräunung

Auch wenn eine gebräunte Haut immer noch von vielen Menschen als gesund und schön angesehen wird: Die Bräunung der Haut ist ein Versuch des Körpers, entstehenden Schaden zu begrenzen und ein Zeichen dafür, dass bereits zu viel UV-Strahlung auf die Haut eingewirkt hat.

Die Hautbräunung soll die darunterliegenden Hautschichten schützen, insbesondere das UV-empfindliche Erbgut (DNA), das sich in den Zellkernen der Hautzellen befindet. Zu diesem Zweck produzieren die Hautzellen ein Farbpigment: das bräunlich-schwarze Melanin. Das Melanin legt sich um die Zellkerne der Hautzellen und schützt diese dadurch vor der UV-Strahlung. Je mehr Melanin die Haut produziert, desto dunkler wirkt die Haut.

Melaninproduktion

In der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis) findet man spezielle Pigmentzellen, die Melanozyten. Dringt UV-Strahlung in die Haut ein, beginnen diese, Melanin zu bilden. Zu über 90 Prozent besteht die Oberhaut jedoch aus den sogenannten Keratinozyten, die ebenfalls mit Melanin versorgt werden müssen. Mithilfe kleiner Bläschen, den Melanosomen, gelangt das Melanin aus den einzelnen Melanozyten in die umliegenden Keratinozyten, wo es sich um die Zellkerne lagert.

Sofortpigmentierung: Als Sofortpigmentierung bezeichnet man eine Bräunung, die schnell entsteht, aber nur kurz anhält und wenig UV-Schutz bietet. Dabei wandeln sich bereits in den Hautzellen vorhandene Vorstufen von Melanin rasch in die Endform des Melanins um. Nach kurzer Zeit kehrt sich der Prozess jedoch wieder um.

Spätpigmentierung: Zu einer Spätpigmentierung kommt es vor allem nach mehreren Sonnenbädern. Hierbei bildet sich verstärkt neues Melanin, das in die umliegenden Hautzellen transportiert wird. Dieser Prozess kann einige Tage dauern.

Lichtschwiele

Als weiteren Schutz vor UV-Strahlung bildet die Haut eine sogenannte Lichtschwiele aus. Dazu verdickt sich die Oberhaut und vor allem deren Hornschicht: Sie verdoppelt sich beinahe. Manche Hautbereiche haben von Natur aus eine sehr dünne Oberhaut (z.B. Lippen, Nasenrücken, Dekolleté, Fußrücken, Ohrmuschel). Sie sind deshalb besonders sonnenbrandgefährdet.

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