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SchlafstörungenStand: 30. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesRund ein Viertel der Bevölkerung ist von Schlafstörungen betroffen. Damit gehören Schlafstörungen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden überhaupt. Im besten Fall sind Schlafstörungen an bestimmte Situationen gebunden und halten nicht lange an. Problematisch wird es, wenn der Schlaf dauerhaft gestört ist und das Leben des Betroffenen spürbar beeinträchtigt. Schlaf dient dazu, sich in der Nacht zu erholen, um tagsüber optimal leistungsfähig zu sein. Ein gesunder Schlaf ergibt sich dabei aus dem sogenannten zirkadianen Rhythmus: Eine ganz bestimmte Abfolge unterschiedlicher Schlafphasen wiederholt sich während der Nacht wieder und wieder, wobei die genaue Dauer der Schlafphasen und die Wiederholungsrate individuell verschieden sind. Der zirkadiane Rhythmus kann aus dem Takt geraten, wenn die Wiederholungsrate der Schlafphasen unterbrochen wird oder die Schlafphasen kürzer ausfallen als nötig. Man unterscheidet bei den Schlafstörungen zwischen Insomnie (Schlaflosigkeit), Hypersomnie (erhöhtes Schlafbedürfnis) und Parasomnie (Verhaltensauffälligkeit im Schlaf) sowie schlafbezogenen Atmungsstörungen (z.B. Schlafapnoe), schlafbezogenen Bewegungsstörungen (z.B. Restless-Legs-Syndrom) und zirkadianen Rhythmusstörungen (Störungen im Ablauf des Schlafrhythmus). Die einzelnen Kategorien können dann weiter unterteilt werden in leichte, mittlere und schwere Schlafstörungen. Nicht jede Schlafstörung stellt ein Problem dar. Gerade, wenn die Schlafstörung nur akut auftritt, beispielsweise im Falle eines Jetlags, ist sie in der Regel nicht weiter problematisch. Ist der Schlaf aber regelmäßig oder anhaltend gestört, kann das schwerwiegende Folgen haben. Schwere und lang anhaltende Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch schon dauerhafte leichte Schlafstörungen wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus, stören die Konzentration und können den Betroffenen aggressiv und depressiv werden lassen. Schlafstörungen können Folge oder Begleiterscheinung vieler Erkrankungen sein (sekundäre Schlafstörung) – wie Schmerzen, Herzerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und andere. Sie können aber auch ein eigenständiges Phänomen darstellen (primäre Schlafstörung), das heißt, es gibt keine organischen oder psychiatrischen Ursachen. Primäre Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben, wie Alkohol, Medikamente, Drogen und andere, aber beispielsweise auch veränderte Lebenssituationen oder Schichtarbeit. Schlafmittel können akut bei Schlafstörungen helfen, beheben aber nur das unmittelbare Symptom. Dauerhaft sind sie keine Lösung. Schlafstörungen werden meistens mit verhaltensmedizinischen Maßnahmen behandelt. Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung können die Therapie unterstützen. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaSchlafstörungenDas könnte Sie auch interessieren
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