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Stand: 30. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Personen mit anhaltenden Schlafstörungen sollten grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, der sie untersucht und gegebenenfalls behandelt . Auch wenn die Schlafstörungen zunächst subjektiv nicht als solche empfunden werden – was beispielsweise bei übermäßigem Schnarchen oder übermäßiger Müdigkeit häufig der Fall ist – sollten sie dennoch abgeklärt und wenn nötig eine Therapie eingeleitet werden. Die Schlafstörungen können sich sonst mit der Zeit verselbstständigen und schwere Probleme mit sich ziehen, die sich auf Beruf, soziales Umfeld und allgemeines Wohlbefinden auswirken können.
Schlafmittel und andere Medikamente können nur die akuten Beschwerden von Schlafstörungen lindern, sind aber keine Lösung für längere Zeit (Schlafmittel sollten höchstens einige Wochen angewendet werden).
Wichtiger für die Therapie von Schlafstörungen ist es herauszufinden, woher die Schlafstörungen kommen und ihre Ursache zu beseitigen. Das ist nicht immer einfach: Eine viel befahrene Straße vor dem Schlafzimmerfenster kann man nicht einfach verlegen. Bestehen in einem solchen Fall die Schlafstörungen fort, kann langfristig nur ein Umzug helfen.
In den meisten Fällen helfen aber schon Maßnahmen wie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin oder Alkohol, regelmäßige Schlafzeiten und das Schlafen in Seitenlage sowie bei übergewichtigen Patienten eine Gewichtsreduzierung, um Schlafstörungen zu beheben.
Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, können helfen, länger zu schlafen und schneller einzuschlafen. Sie verbessern aber den Schlaf nicht, tragen also nicht zur Erholungswirkung des Schlafs bei. Andererseits können Verhaltenstherapien den Schlaf verbessern, aber nicht verlängern. Eine Kombination aus Entspannungstechnik und Verhaltenstherapie ist daher bei einigen Schlafstörungen die geeignete Therapie.
Typische Schlafstörungen bei Kindern, wie der Nachtschreck (Pavor nocturnus) oder die Schlaftrunkenheit, zählen zu den vorübergehenden Schlafstörungen und müssen nicht behandelt werden. Sie beschränken sich in der Regel auf einen klar begrenzten Zeitraum in der Kindheit und haben keinen Einfluss auf die Erholung des Schlafs. Gerade im Säuglings- und Kleinkindalter müssen Kinder außerdem noch ihren individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus finden. Besonders in dieser Zeit kann der Rhythmus noch häufig durch Wachstums- und Entwicklungsschübe, neue Eindrücke und andere Einflüsse durcheinandergebracht werden. Schlafstörungen bei Kindern sind daher äußerst selten behandlungsbedürftig.
In einigen Fällen besteht die Therapie von Schlafstörungen darin, seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten umzustellen und eine gesunde Schlafhygiene zu entwickeln:
Um entspannt schlafen zu können, reichen oft ein paar Entspannungstipps:
Sind therapeutische Maßnahmen gegen schlafbedingte Atmungsstörungen (wie Schnarchen oder Schlafapnoe) dauerhaft erfolglos, kann während des Schlafs ein Atemtherapiegerät in Kombination mit einer Atemmaske hilfreich sein.
Dabei werden über eine Nasenmaske oder eine Vollgesichtmaske mittels Überdruck die Atemwege während des Schlafs offen gehalten. So können Atemaussetzer und Schnarchen vermieden beziehungsweise vermindert werden. Atemmasken werden im Schlaflabor individuell angepasst.
Gesunder Schlaf ist besonders bei Kindern wichtig. Lernen Kinder nicht rechtzeitig ein gesundes Schlafverhalten, können lebenslange Schlafstörungen die Folge sein. Es muss aber nicht gleich so drastisch sein: Der Schlaf von Kindern kann auch kurzfristig gestört sein – aufregende Erlebnisse, Wachstumsschübe, veränderte Lebensumstände (z.B. Schulanfang) können den Schlaf-Wach-Rhythmus von Kindern durcheinanderbringen.
Wichtig ist es daher, Abend- und Schlafrituale festzulegen, die dem Kind einen genauen Ablauf des Abends und der Nacht vorgeben. Aufregende Erlebnisse oder gar Fernsehen kurz vor dem Schlafengehen sollten für Kinder ein Tabu sein. Ein typisches Abend- und Schlafritual für Kinder kann beispielsweise so aussehen:
| Ist das Kind noch nicht müde und kann lange nicht einschlafen, sollten Sie es nicht zwingen. Wiederholen Sie einen Teil des Abendrituals (z.B. noch einmal kurz spielen oder noch eine Geschichte vorlesen) und versuchen Sie es später erneut. Auch ein Glas warme Milch mit Honig (mit anschließendem Zähneputzen) kann das Einschlafen unterstützen. Kinder, die abends schwer zur Ruhe kommen, brauchen häufig weniger Schlaf – lassen Sie dann beispielsweise den Mittagsschlaf weg, wecken Sie morgens früher oder bringen Sie das Kind später zu Bett. |
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