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Schlafphasen

Einteilung

Stand: 8. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Schlaf lässt sich in vier verschiedene Non-REM-Schlafphasen einteilen, an die sich eine REM-Phase anschließt. Diese Phasen kehren während der Nacht regelmäßig wieder. Dies spiegelt sich in den Hirnströmen wider, die mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) beobachtet werden können.

Non-REM-Schlaf

Beim Non-REM-Schlaf kommt es zu wenig Augenbewegung (Non Rapid Eye Movement, also: keine schnelle Augenbewegung). Der Non-REM-Schlaf kann in drei Schlafphasen unterteilt werden. Er beschreibt den Prozess vom Einschlafen über den Leichtschlaf bis zum Tiefschlaf. Die Gehirnaktivität nimmt währenddessen immer weiter ab und die Muskeln entspannen sich zunehmend.

Non-REM-Schlafphase 1 und 2 zählen zum Leichtschlaf, Non-REM-Schlafphase 3 zum Tiefschlaf. Eine typische Schlafphasenabfolge sieht zum Beispiel so aus:

Schlafphase 1 → Schlafphase 2 → Schlafphase 3 → Schlafphase 2 → Schlafphase 3 → REM-Schlaf

Das Durchlaufen des ersten kompletten Schlafzyklus von Schlafphase 1 bis zum REM-Schlaf dauert durchschnittlich 110 Minuten. Nachfolgende Schlafzyklen sind etwas länger. Pro Nacht werden circa fünf Schlafzyklen durchlaufen.

Non-REM Schlafphase 1

Während der Non-REM-Schlafphase 1 nimmt die Frequenz der Gehirnaktivität ab – man könnte auch sagen, das Gehirn kommt langsam zur Ruhe – die Augen beginnen wegzurollen und die Muskelspannung lässt nach. Die Hirnströme verändern sich und gehen von Alpha-Wellen (Wachzustand, 8 bis 13 Hertz) in Theta-Wellen (4 bis 7 Hertz) über. In dieser Phase kann es auch zu plötzlichen Zuckungen kommen. Schlafphase 1 ist sehr kurz und dauert nur circa zehn Minuten.

Non-REM Schlafphase 2

In Non-REM-Schlafphase 2 kommt es im EEG vor allem zu Theta-Wellen sowie zu Schlafspindeln (Abfolge mehrerer abgrenzbarer Wellen) im Bereich von 11 bis 16 Hertz und so genannten K-Komplexen, einer speziellen Wellenform in Schlafphase 2. Die Muskelspannung nimmt weiter ab, auch die bewusste Wahrnehmung der äußeren Umgebung lässt langsam nach. Schlafphase 2 nimmt den überwiegenden Teil des Schlafs ein und ist im Prinzip der "normale" Schlaf. Schlafphase 2 dauert durchschnittlich 30 bis 60 Minuten.

Non-REM Schlafphase 3

In Non-REM-Schlafphase 3 kommt es zum Tiefschlaf, der auch Slow Wave Sleep (SWS) oder Delta-Schlaf genannt wird. Sie zeichnet sich durch Delta-Wellen (0,5 bis 4 Hertz) aus. Während der Schlafphase 3 kann es zu Phänomenen wie Schlafwandeln oder Zähneknirschen kommen. Aus Schlafphase 3 wacht man nicht so leicht auf wie aus Phase 1 oder 2. Sie dauert ungefähr 20 bis 30 Minuten.

REM-Schlaf

Charakteristisch für den REM-Schlaf sind die typischen ruckartigen Augenbewegungen. Diese lassen sich bei Personen in der REM-Phase deutlich beobachten. Der Name REM ist die Abkürzung des englischen Begriffs Rapid Eye Movement (also: schnelle Augenbewegung). Die erste REM-Phase einer Nacht dauert meist nur wenige Minuten und wird danach länger, zuletzt bis zu einer Stunde. Sie kann sich vier- bis sechsmal pro Nacht wiederholen. Insgesamt macht REM-Schlaf etwa 25 Prozent des Schlafs eines Erwachsenen aus.

Die Frequenz der Gehirntätigkeit steigt in der REM-Phase deutlich an, um dann erneut in einer weiteren Non-REM-Phase abzusinken. Schlafforscher stellten in Versuchen fest, dass Personen, die in der REM-Phase geweckt werden, häufiger von Träumen berichten als Personen, die in anderen Phasen geweckt werden. Daraus folgerten sie, dass die REM-Phase gleichzusetzen sei mit dem Träumen. Neuere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass man in jeder Phase träumt, nur mit unterschiedlicher Intensität. In der REM-Phase erfolgt vor allem die sensorische Entspannung. Die Muskulatur ist zugleich stark erschlafft und schützt den Schlafenden dadurch wahrscheinlich, Träume körperlich auszuleben und sich so selbst zu verletzen.

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