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Stand: 17. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) kommen verschiedene Ursachen infrage:
Im Gegensatz zu anderen Arten von Hautkrebs ist beim Melanom der Einfluss ständiger, langer Sonnenbestrahlung auf die Tumorentstehung nicht eindeutig: Schwarzer Hautkrebs tritt häufiger bei Menschen auf, die sich vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten und nur während des Urlaubs oder in der Freizeit dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Wer sehr helle Haut und blonde oder rötliche Haare hat, ist eher betroffen. Dabei entwickeln sich Melanome bevorzugt an Körperstellen, die vorwiegend nur bei Freizeitaktivitäten der UV-Belastung ausgesetzt sind und nicht durch Pigmentierung und Hornschichtverdickung geschützt sind, wie sie nach dauernder Sonnenbestrahlung entstehen. Stellen, die durch Badebekleidung bedeckt sind, bleiben häufig ausgespart. Daraus lässt sich schließen, dass ein erhöhtes Melanom-Risiko seine Ursachen nicht in der ständigen, lang andauernden Sonnenbestrahlung hat, sondern dass die zeitweilige akute, intensive Sonnenbestrahlung, die meist im Rahmen der Freizeitaktivität stattfindet und bei der sich starker Sonnenbrand ausbildet, das Risiko für ein malignes Melanom erhöht.
Dass Erbfaktoren als weitere Ursachen für ein malignes Melanom infrage kommen, zeigt sich an sogenannten Melanomfamilien: Menschen, in deren Familie bereits schwarzer Hautkrebs aufgetreten ist, haben ebenfalls ein höheres Melanom-Risiko. Zu den weiteren Risikogruppen zählen Menschen, die in ihrer Kindheit häufig einen Sonnenbrand hatten, und solche, deren Immunabwehr durch Infektionen (z.B. HIV) oder durch Medikamente geschwächt ist.
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