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Ozonbelastung

Ozon in Bodennähe

Stand: 25. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Unterhalb der Stratosphäre, also von Meereshöhe bis rund elf Kilometer Höhe, liegt die sogenannte Troposphäre. Natürliches Ozon bildet in Bodennähe gewöhnlich nur einen sehr geringen Anteil am Luftvolumen. In Abhängigkeit von der Konzentration und der Aufenthaltsdauer in dieser Region ist Ozon für den Menschen giftig.

Ozon entsteht, zum Beispiel bei Gewittern, nach dem gleichen Prinzip wie in der Stratosphäre: Luftsauerstoff (O2) wird durch elektrische Entladungen gespalten, die einzelnen Atome bilden mit weiterem Luftsauerstoff das Ozon (O3).

Erhöhte und gesundheitsschädigende Ozonkonzentrationen in Bodennähe verursacht jedoch vor allem der Mensch mit seiner Technik, denn Ozon bildet sich nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu gehören eine starke Sonneneinstrahlung und bestimmte Ausgangsstoffe. Das sind Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe, die vor allem bei der Benutzung von Kraftfahrzeugen sowie in Kraftwerken und Feuerungsanlagen bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen. Auch bei der Verwendung lösungsmittelhaltiger Farben und Lacke werden die Substanzen frei, die zur Ozonbildung beitragen.

Sommersmog

Als Sommersmog bezeichnet man ein Gemisch aus verschiedenen Schadstoffen, das unter Einfluss von Sonneneinstrahlung in Bodennähe entsteht. Unter der Wirkung starker UV-Strahlung, also bei sonnigem Sommerwetter, zerfällt Stickstoffdioxid (vor allem aus dem Straßenverkehr) in Stickstoffmonoxid und atomaren Sauerstoff. Der atomare Sauerstoff verbindet sich mit dem Luftsauerstoff (O2) zu Ozon (O3). Folge sind erhöhte Ozonwerte im Hochsommer. Der sogenannte Sommersmog droht besonders in Ballungsgebieten und ihrer Umgebung durch erhöhtes Verkehrsaufkommen. Über den Tag betrachtet steigt die Konzentration der Sonnenintensität folgend bis mittags stark an und verbleibt dann mehrere Stunden lang auf hohem Niveau, bevor sie in den Abendstunden wieder sinkt.

Dank geregelter Katalysatoren und schadstoffarmer Dieselmotoren in Autos ging die Ozonbelastung in Deutschland während der letzten Jahre erheblich zurück. Fahrzeuge ohne Katalysator verunreinigen die Luft mit zehnmal mehr Stickoxiden als Autos mit Katalysator. Trotz dieser Verbesserungen überschreiten an heißen Sommertagen die Ozonkonzentrationen bisweilen die hierzulande gesetzlichen Grenzwerte.

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