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Höhenkrankheit (Bergkrankheit)

Schwere Form der akuten Höhenkrankheit

Stand: 17. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Der Übergang von der leichten Form zur schweren Form der akuten Höhenkrankheit mit Höhenhirnödem (HACE = high altitude cerebral edema) lässt sich an Störungen der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie) erkennen. Allgemein treten Beschwerden auf wie:

Die Symptome des Höhenhirnödems treten nie ohne Vorwarnung auf; Beschwerden, die auf die leichte Form der Höhenkrankheit hindeuten, bestehen bereits 12 bis 24 Stunden vorher. Deshalb ist es wichtig, anfängliche Symptome nicht zu verharmlosen oder gar zu ignorieren! Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen wie ein Abstieg in geringere Höhen lassen sich schwere Formen der Höhenkrankheit verhindern. Das Höhenhirnödem kommt seltener vor, als das Höhenlungenödem, kann aber oft tödlich enden. Bei schweren Befindlichkeitsstörungen in der Höhe sollte diese Art der Höhenkrankheit immer in Betracht gezogen werden!

Ein Höhenlungenödem (HAPE = high altitude pulmonary edema) zeigt sich vor allem durch plötzlichen Leistungsabfall. Dieser macht sich zum Beispiel darin bemerkbar macht, dass der normalerweise leistungsfähige Betroffene plötzlich zwei- bis dreimal länger als seine Mitstreiter braucht, um eine Wegstecke zurückzulegen. Außerdem muss er häufig Pausen einlegen, bei denen er sich kaum erholt. Das Höhenlungenödem lässt sich an folgenden Symptomen festmachen:

  • plötzlicher Leistungsabfall (Leitsymptom)
  • im Anfangsstadium: Kurzatmigkeit verbunden mit Atemnot bei körperlicher Aktivität (Belastungsdyspnoe)
  • im weiteren Verlauf:
    • erhöhte Atemfrequenz (Tachypnoe) und
    • Kurzatmigkeit verbunden mit Atemnot in Ruhephasen (Ruhedyspnoe)
    • Herzrasen
    • blau-rote Färbung der Haut (Zyanose)
    • trockener Husten, später mit blau-schaumigen Auswurf
    • Rasselgeräusche beim Atmen
    • brennender Druck hinter dem Brustbein
    • Fieber

Alle Symptome der akuten Höhenkrankheit können bereits nach wenigen Stunden, aber auch erst nach Tagen nach Erreichen von größeren Höhen eintreten. Die verschiedenen Symptome treten unterschiedlich häufig auf. Wenn das jeweilige Leitsymptom mit einem oder zwei weiteren Symptomen auftritt, gilt die Diagnose akute Höhenkrankheit als gesichert.

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Höhenkrankheit

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