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Zentralamerika, Karibische Inseln

Impfungen

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Pflichtimpfungen

  • Bei Direkteinreise in die karibischen Inselstaaten bestehen keine Pflichtimpfungen. Da sich die medizinischen Einreisebestimmungen jedoch immer wieder ändern können, sollten sich Reisende grundsätzlich bei der jeweiligen Botschaft oder Landesvertretung nach den aktuellen Regelungen erkundigen.
  • Bei Einreise aus entsprechenden Infektionsgebieten besteht für Reisende nach Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Trinidad und Tobago eine Immunisierungspflicht gegen Gelbfieber (Länderliste s. Gelbfieber). Außerdem wird von allen Personen, die aus oder über Südamerika nach Trinidad und Tobago einreisen, ein Impfnachweis für Gelbfieber verlangt. Da im Landesinneren von Trinidad, vor allem in den südöstlichen Urwaldgebieten, immer wieder Gelbfieber-Infektionen auftreten, wird eine Immunisierung gegen die Erkrankung grundsätzlich für alle Reisenden nach Trinidad empfohlen. In Tobago besteht dagegen kein Infektionsrisiko.

Allgemeine Impfempfehlungen

Surferglück
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Beim Sporttreiben ist die Verletzungsgefahr hoch - Tetanusimpfung ist daher Pflicht!
  • Die klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sind - bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen - mindestens alle zehn Jahre aufzufrischen. Bei Reisen auf die karibischen Inseln sollte in jedem Fall für ausreichenden Impfschutz gegen diese beiden Erkrankungen gesorgt werden.
  • Auf Grund mehrerer Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) in der Dominikanischen Republik (Constanza City, La Vega, Mons Nouel, Santiago) sowie auf Haiti (Nan Citron) im Jahr 2000 wird Reisenden in diese Länder die Schutzimpfung gegen die Erkrankung nach wie vor besonders empfohlen. Es handelt sich um eine akute Viruserkrankung, die zu bleibenden Lähmungen der Muskulatur oder gar zum Tod führen kann. Trotz aufwändiger Impfaktionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den besonders betroffenen Regionen der Welt wurde der Erreger noch nicht ausgerottet. So ist nach Angaben des Komitees zur globalen Ausrottung der Poliomyelitis der WHO (Global Polio Eradication Initiative) die Anzahl der Erkrankungen in den letzten beiden Jahren sogar massiv angestiegen. Allein im Jahr 2005 wurden weltweit 1.938 neue Poliofälle registriert. Im Jahr 2006 sind es bis jetzt 1.820 Fälle, die meisten davon in Nigeria und Indien (Stand: 20. Dezember 2006). Solange ein gewisses Risiko für eine Infektion mit Poliomyelitis besteht, sollten grundsätzlich alle Reisenden die Schutzimpfung durchführen. Bei vorhandener Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen, empfiehlt sich eine Auffrischung des Impfschutzes im Zehnjahresrhythmus. Im Zweifelsfall sollte hierzu der behandelnde Arzt befragt werden.

Spezielle Impfempfehlungen

  • Da auf allen karibischen Inseln Hepatitis A-Infektionen auftreten, sollte auch bei Kurzreisen rechtzeitig vor Reisebeginn eine Immunisierung gegen das Virus erfolgen.
  • Vor allem bei längerem Aufenthalt auf den karibischen Inseln und intensivem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis B. In Puerto Rico z.B. sind Hepatitis B-Infektionen landesweit verbreitet. Das Virus wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma bei Geschlechtsverkehr) übertragen, weshalb bei sexuellem Verkehr unbedingt Kondome benutzt werden sollten. Für die Immunisierung steht ein Kombinationsimpfstoff (Hepatitis A und B) zur Verfügung.
  • Eine Impfung gegen Typhus wird bei Aufenthalten von mehr als drei Monaten in Antigua und Barbuda, Aruba, auf den Bahamas, in Barbados, auf den Cayman-Islands, in Grenada, Jamaika, Kuba, Martinique, Montserrat, in St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, auf den Turks- und Caicosinseln sowie den Virgin Islands empfohlen. Bei Reisen in die Dominikanische Republik, nach Guadeloupe, Haiti und Puerto Rico sollte eine Immunisierung gegen Typhus auch bei Kurzreisen erfolgen, da in diesen Ländern entsprechende Infektionen häufiger auftreten.
  • Die Mitnahme von Notfallmedikamenten gegen Malaria wird bei Reisen in die betroffenen Gebiete Haitis und ins Binnenland der Dominikanischen Republik empfohlen. Die Art der Medikation sollte grundsätzlich mit dem zuständigen Arzt oder städtischen Tropeninstitut abgesprochen werden.
  • Tollwut ist in ländlichen Gebieten der Dominikanischen Republik, Haiti, Kuba sowie Trinidad und Tobago verbreitet. Bei normalen Reisenden werden vorbeugende Impfungen gegen die Erkrankung im Allgemeinen nicht durchgeführt. Da die Übertragung von Tollwut auf den Menschen durch den Speichel eines erkrankten Tieres erfolgt, wird Personen, die aus beruflichen oder anderen Gründen für eine Ansteckung besonders gefährdet sind (z.B. Forstarbeit, Jagd, Landaufenthalt), empfohlen, sich über Impfmöglichkeiten zu informieren. Generell ist in ländlichen Regionen Vorsicht vor streunenden Hunden oder Katzen bzw. zahm wirkenden Wildtieren geboten.

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