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Zentralamerika, Karibische Inseln

Gesundheitsrisiken für den Reisenden

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Vor allem Reisende, die sich z.B. aus beruflichen Gründen häufig oder sehr lange in einem karibischen Reiseland aufhalten, selbstständig reisen (z.B. Rucksacktouristen) oder von vornherein gesundheitliche Probleme haben, sollten über drohende Infektionskrankheiten informiert sein und die allgemeinen und speziellen Impfempfehlungen beachten.

Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind auf den karibischen Inseln häufig. Eine gute Hygiene ist deshalb besonders wichtig. Generell ist Vorsicht gegenüber Imbissständen an der Straße geboten. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr mit abgekochtem Wasser gründlich abgewaschen werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur zu schälendes Obst oder Gemüse gegessen werden. Für Reisende in die Dominikanische Republik wird empfohlen, in der warmen Jahreszeit von April bis September auf den Verzehr von Fisch zu verzichten (außer in internationalen Hotels). Die Fische fressen giftige Algen, die in dieser Zeit vermehrt auftreten und für den Menschen gefährlich werden können. Das Leitungswasser wird in vielen der Inselstaaten stark gechlort. Deshalb ist es als Trinkwasser nicht geeignet. Es empfiehlt sich, Wasser generell aus Flaschen zu trinken. Wird dennoch Wasser aus der Leitung zum Trinken, Zähneputzen etc. verwendet, sollte es vorher unbedingt abgekocht werden (Vorsicht bei Eiswürfeln!). Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Reinigung von Wasser aus z.B. Flüssen oder Bächen sind in Europa im Handel erhältlich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Reise über die verschiedenen Möglichkeiten und Wirkungsweisen solcher Mittel informieren. Mit einfachen Hygienemaßnahmen lassen sich lästige Darminfektionen oft vermeiden.

  • Häufig sind bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen (=Diarrhoen), z.B. durch Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus) oder Shigellen (s. Ruhr). Auch Infektionen mit Amöben treten auf. Sie können zu Bauchschmerzen, Durchfällen ("Amöbenruhr") und Leberabszessen führen. Ein weiterer typischer Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis). In Kuba sind Infektionen mit dem Großen Leberegel (Fasciola hepatica) häufig. Sie entstehen durch den Verzehr roher Pflanzenteile, an denen die Parasiten haften.
  • Infektionen mit dem Hepatitis A-Virus sind in den karibischen Inselstaaten keine Seltenheit. Die Übertragung des Virus erfolgt in erster Linie durch Lebensmittel und Trinkwasser, seltener durch durch Schmutz- oder Schmierinfektion.

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