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Zentralamerika, Karibische Inseln

Gesundheitsrisiken durch Insekten

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

  • Bei den durch Insekten übertragenen Krankheiten spielt vor allem in der Regenzeit zwischen Juni und Oktober das Dengue-Fieber eine große Rolle. Die Erkrankung wird von Mücken übertragen und kann zu lebensbedrohlichen Blutungen und Blutgerinnungsstörungen führen. In Aruba, auf den Bahamas, in der Dominikanischen Republik, in Grenada, Guadeloupe, Jamaika, Haiti, Kuba, Montserrat, Puerto Rico, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, auf den Turks- und Caicosinseln und den Virgin Islands ist Dengue-Fieber landesweit verbreitet. In Antigua und Barbuda, Aruba, Barbados sowie auf den Cayman Islands sind immer wieder vereinzelte Fälle von Dengue-Fieber zu beobachten. Zur Vermeidung einer Infektion wird dringend empfohlen, auf allen karibischen Inseln für ausreichenden Mückenschutz in Form spezieller Antimückenmittel, Mückennetze und bedeckender Kleidung zu sorgen. Aktuelles: Zuletzt wurden vermehrt Fälle von Dengue-Fieber aus der Dominikanischen Republik, den Regionen um Santo Domingo, San Francisco de Macoris, San Cristobal und Moca, gemeldet. (Stand: Dezember 2006)
  • In den tiefer gelegenen Regionen Haitis (unter 300 m) und landesweit in der Dominikanischen Republik ist Malaria verbreitet. Verstärkt betroffen sind in der Dominikanischen Republik die westlichen ländlichen Provinzen, z.B. Castanuelas, Hondo Valle und Pepillo Salcedo. Reisende nach Haiti und in die Dominikanische Republik sollten grundsätzlich ein Malaria-Notfallpräparat mitnehmen. Die übrigen karibischen Inselstaaten gelten als malariafrei. Aktuelles: Zum ersten Mal wurden Malariafälle von den Bahamas, die bislang als malariafrei galten, gemeldet. Betroffen war die Touristeninsel Exuma südöstlich von Nassau. Auch ausländische Touristen waren unter den Erkrankten. Nachgewiesen wurde der Erreger der gefährlichen Malaria tropica, der vermutlich über Einwanderer eingeschleppt wurde. In den letzten Jahren wurden darüber hinaus verstärkt Erkrankungsfälle bei Reiserückkehrern aus der Dominikanischen Republik - darunter auch Deutschen - registriert. Die Urlauber kamen von den Ferienanlagen der Provinz La Altagracia an der Ostküste (v.a. Punta Cana, Juanillo, Bavaro Beach) und der Provinz Duarte im Norden (v.a. San Francisco de Macoris). Die Gegend von Punta Cana galt seit einigen Jahren als Gebiet mit keinem oder nur geringem Risiko für Malaria. Vermutlich führten massive Überschwemmungen als Folge von Hurrikans zum Wiederauftreten der Krankheitserreger. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) empfiehlt Reisenden in diese Gegend, unbedingt für Mückenschutz in Form von Antimückenmitteln, Mückennetze und bedeckender Kleidung zu sorgen. Alle Reisenden, die nach ihrer Heimkehr aus der Karibik Fieber oder Zeichen eines grippalen Infekts entwickeln, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, um eine Malariainfektion gegebenfalls frühzeitig behandeln lassen zu können. (Stand: Dezember 2006)
  • Auf Haiti ist landesweit Filariose verbreitet. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit Filarien, einer Art Fadenwürmern, die sich bevorzugt im Bindegewebe und in den Lymphgefäßen ansammeln. Sie können schwere Hautveränderungen und Schwellungen der Lymphknoten und Gliedmaßen, vor allem der Beine ("Elephantiasis") verursachen. Überträger der Filarien sind Stechmücken.
  • In der Dominikanischen Republik tritt landesweit kutane Leishmaniose ("Orientbeule") auf. Leishmanien sind Parasiten, die durch die Weibchen von Schmetterlingsmücken, insbesondere Sandmücken ("sand flies"), auf den Menschen übertragen werden und zu schweren Hautveränderungen führen können.
  • Große Bedeutung hat Bilharziose, eine Infektion mit Pärchenegeln (Schistosoma). Die Infektion erfolgt über Schwanzlarven der Egel, die Zerkarien genannt werden. Diese schwimmen im Süßwasser umher und dringen bei Kontakt mit einem Menschen in dessen Haut ein. Verschiedene Erkrankungserscheinungen wie Fieber, Hautveränderungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Störungen der Harnblasenfunktion sowie Schädigungen der Lunge, der Leber, des Herzens oder des Gehirns können die Folge sein. Bilharziose tritt in Antigua und Barbuda, Aruba, der Dominikanischen Republik, in Grenada, Guadeloupe, Haiti, Martinique, Montserrat, in Puerto Rico, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und Grenadinen sowie den Virgin Islands auf.

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Zentralamerika, Karibische Inseln

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