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Tropisches Südamerika

Sonstige Reisetipps

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

In den höher gelegenen Andenregionen ist die Intensität der Sonneneinstrahlung durch die sauerstoffarme Höhenluft und den geringen atmosphärischen Druck extrem hoch. Für ausreichenden Schutz der Haut gegen direkte Sonnenbestrahlung sollte deshalb unbedingt gesorgt werden. Die teilweise sehr hohen Temperaturen können zu erheblichen Belastungen des Herz-Kreislaufs führen. Wichtig ist deshalb, immer reichlich zu trinken!

In den Höhenlagen ab 2500 m (Bolivien, Ecuador, Peru) kann es etwa 6-12 Stunden nach Ankunft zur Ausbildung von Symptomen einer Höhenkrankheit wie Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, verstärkte Atmung, beschleunigter Puls, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen sowie Schwellungen der Gliedmaßen und des Gesichts kommen. Einige Grundregeln helfen, das Auftreten einer Höhenkrankheit zu vermeiden:

  • Reisende sollten am ersten Tag nach ihrer Ankunft viel ruhen.
  • Während des Aufenthalts sollte möglichst nicht geraucht und kein Alkohol getrunken werden.
  • Es wird empfohlen, viel Coca-Tee (mate de coca) zu trinken.
  • Bei starken Kopfschmerzen sollten Reisende ca. 5-10 Minuten lang reinen Sauerstoff inhalieren, der in speziellen Flaschen zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Hotels erhältlich ist.
  • Für Reisende, die stark unter der Höhenkrankheit leiden, wird vor Ort die Einnahme von Diamox empfohlen, das in Deutschland allerdings nicht zugelassen ist.

In einigen Regionen können dem Reisenden Gifttiere wie Schlangen, Spinnen, Feuerameisen und Blutegel gefährlich werden, weshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten. So ist das Schlafen auf dem Boden zu vermeiden. Vor dem Zubettgehen sollte unter die Decke geschaut werden, geschlossene Schuhe sind vor dem Anziehen auszuschütteln. Bei Ausflügen in die Natur ist knöchelhohes Schuhwerk zu tragen, in Büschen oder auf Bäumen sollte nicht herumgeklettert werden und im Dunkeln ist eine Taschenlampe zu benutzen, um zu sehen, wohin man tritt. Darüber hinaus können Bisse von Sandflöhen unangenehme oder allergische Hautreaktionen hervorrufen. Verschiedene Mittel, die vor Stichen schützen (z.B. Kokosöl), sind vor Ort erhältlich.

Insbesondere für gesundheitlich gefährdete Menschen ist zu beachten, dass die medizinischen Versorgungsstandards in den meisten Ländern Südamerikas erheblich schlechter sind als die in Europa. Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist daher unerlässlich. Für den Aufenthalt sollten spezielle Reisekrankenversicherungen, die auch einen Rücktransport bei schweren Erkrankungen oder Unfällen beinhalten, abgeschlossen werden. Vor Reiseantritt sind ausführliche Informationen darüber bei der jeweils zuständigen Krankenkasse einzuholen.

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