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Pazifische Inseln

Impfungen

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Pflichtimpfungen und allgemeine Vorschriften

  • Bei Direkteinreise in die pazifischen Länder bestehen keine Pflichtimpfungen. Reisende sollten sich jedoch möglichst rechtzeitig vor Reisebeginn bei der jeweiligen Botschaft oder Landesvertretung nach den aktuellen medizinischen Einreisebestimmungen erkundigen.
  • Bei der Einreise aus entsprechenden Infektionsgebieten besteht für Reisende nach Französisch Polynesien, Kiribati, Nauru, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Salomonen, Samoa und Tonga generell eine Immunisierungspflicht gegen Gelbfieber (Länderliste s. Gelbfieber). Reisende auf die Fidschi-Inseln, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Ankunft in einem entsprechenden Infektionsgebiet aufgehalten haben, müssen ebenfalls einen Gelbfieberimpfschutz nachweisen.

Allgemeine Impfempfehlungen

  • Die klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sind - bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen - mindestens alle zehn Jahre aufzufrischen. Bei Reisen in den Pazifik sollte in jedem Fall für ausreichenden Impfschutz gegen diese beiden Erkrankungen gesorgt werden.
  • Für Fidschi, Guam, Kiribati, die Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Palau, Papua-Neuguinea und Vanuatu wird die Schutzimpfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) empfohlen. Es handelt sich um eine akute Viruserkrankung, die zu bleibenden Lähmungen der Muskulatur oder gar zum Tod führen kann. Trotz aufwändiger Impfaktionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den besonders betroffenen Regionen der Welt konnte der Erreger der Krankheit noch nicht ausgerottet werden. Nach Angaben des Komitees zur globalen Ausrottung der Poliomyelitis der WHO (Global Polio Eradication Initiative) stieg die Anzahl der Erkrankungen in den letzten beiden Jahren massiv an. Allein im Jahr 2005 wurden weltweit 1.938 neue Poliofälle registriert. Im Jahr 2006 sind es bis jetzt 1.820 Fälle, die meisten davon in Nigeria und Indien (Stand: 20. Dezember 2006). Solange ein gewisses Risiko für eine Infektion besteht, sollten Reisende grundsätzlich die Schutzimpfung durchführen. Bei vorhandener Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen empfiehlt sich eine Auffrischung des Impfschutzes im Zehnjahresrhythmus. Im Zweifelsfall sollte hierzu der behandelnde Arzt befragt werden.

Spezielle Impfempfehlungen

  • Da Hepatitis A-Infektionen auf allen pazifischen Inseln auftreten, sollte auch bei kürzeren Reisen rechtzeitig vor Reisebeginn eine Immunisierung gegen das Virus erfolgen.
  • Insbesondere bei einem längeren Aufenthalt im Pazifik und intensivem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis B. Das Hepatitis-B-Virus wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma bei Geschlechtsverkehr) übertragen und ist unter der einheimischen Bevölkerung weit verbreitet. Bei sexuellem Verkehr sollten deshalb unbedingt Kondome benutzt werden. Bei der Impfung gegen die Erkrankung kann ein Kombinationsimpfstoff für Hepatitis A und B verwendet werden.
  • Typhus ist im Pazifik generell weit verbreitet. Vor allem bei geplanten Aufenthalten in ländlichen Gebieten wird eine Schutzimpfung gegen die Erkrankung für alle Länder empfohlen. Die Infektion erfolgt im Wesentlichen über Lebensmittel, Trinkwasser, kontaminierte Gegenstände und den direkten Kontakt mit erkrankten Personen. Die Schutzwirkung der Impfung hält etwa zwei Jahre an.
  • Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria wird für Papua-Neuguinea und die Salomonen empfohlen. Für Reisende nach Vanuatu wird die Mitnahme eines so genannten Malaria-Notfallmedikamentes als ausreichend angesehen. Reisende sollten sich diesbezüglich unbedingt bei ihrem Arzt bzw. dem städtischen Tropeninstitut erkundigen.
  • Die Immunisierung gegen Japanische Enzephalitis wird bei geplanten Aufenthalten in Gegenden mit hohem Ansteckungsrisiko für Guam und Papua-Neuguinea empfohlen.

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