Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Gesund auf Reisen > Pazifische Inseln > Gesundheitsrisiken durch Insekten

Tests & Checks

Rund um die Reisemedizin

Forum

Reisemedizin

Porträt Dr. med. Tomas Jelinek Forenexperte: Dr. Tomas Jelinek Forum Reisemedizin
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Pazifische Inseln

Gesundheitsrisiken durch Insekten

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

  • Auf allen pazifischen Inseln ist Dengue-Fieber verbreitet. Es wird von Mücken übertragen und kann zu teilweise lebensbedrohlichen Blutungen und Blutgerinnungsstörungen führen. Hauptinfektionszeit ist von Januar bis September mit einem Gipfel im März. Da Dengue-Fieber durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen wird, muss rund um die Uhr für Mückenschutz gesorgt werden.
  • In tiefer gelegenen Regionen Papua-Neuguineas (unter 1800 m) und auf den meisten Inseln der Salomonen (vor allem Guadalcanal und Honiara) besteht ganzjährig ein hohes Risiko für Malaria-Infektionen. Eine besondere Häufung an Erkrankungsfällen ist während der Regenperioden Februar/März bzw. Oktober/November zu beobachten. Auf den meisten Inseln Vanuatus herrscht - ebenfalls ganzjährig - ein mittleres Infektionsrisiko. Lediglich in den Städten Luganville und Port Vila bzw. auf den Inseln Futura, Tongoa und Aniwa ist das Malariarisiko gering. Hauptsächlich tritt die gefährlichere Form Malaria tropica auf. Zur Vermeidung einer Infektion empfiehlt es sich, für ausreichenden Mückenschutz in Form von speziellen Mückenschutzmitteln, Mückennetzen und bedeckender Kleidung zu sorgen.
  • Durch Mücken übertragen wird auch die Japanische Enzephalitis, eine entzündliche Erkrankung des Gehirns. Eine Infektion führt zwar nur selten zur Erkrankung, diese ist jedoch mit hoher Sterblichkeit verbunden. Der Erreger der Japanischen Enzephalitis ist landesweit in Guam und in ländlichen Gebieten bzw. der Umgebung von Städten in Papua-Neuguinea verbreitet. Eine Schutzimpfung gegen die Erkrankung wird bei Aufenthalten in Risikogebieten empfohlen. Zur Vermeidung einer Infektion empfiehlt es sich, für ausreichenden Mückenschutz zu sorgen.
  • Eine Infektion mit Fadenwürmern, sog. Filarien, führt zur Ausbildung einer Filariose. Filarien werden durch Mücken auf den Menschen übertragen. Sie sammeln sich bevorzugt im Bindegewebe verschiedener Organe und in den Lymphgefäßen an und verursachen je nach Art des Erregers unterschiedliche Erkrankungen. Auf allen Inseln ist landesweit Bancroft-Filariose verbreitet, die durch den Erreger Wuchereria bancrofti hervorgerufen und auch als "lymphatische Filariose" bezeichnet wird. Sie führt zu Fieber, Entzündung der Lymphknoten und erheblichen Schwellungen der Gliedmaßen, vor allem der Beine ("Elephantiasis").
  • In Papua-Neuguinea ist landesweit Fleckfieber verbreitet. Die Erkrankung wird durch eine Infektion mit Bakterien, so genannten Rickettsien, verursacht, die von Kleiderläusen oder Rattenflöhen auf den Menschen übertragen werden.

Sonstige Gesundheitsrisiken

  • HIV-Infektionen sind auf den meisten pazifischen Inseln zahlenmäßig bisher nur gering oder gar nicht verbreitet. In Papua-Neuguinea ist seit einigen Jahren jedoch eine deutliche Zunahme von Infektionsfällen zu beobachten. Schätzungen der WHO zufolge sind in Ozeanien ca. 78.000 Menschen mit HIV infiziert, allein im Jahr 2005 gab es 7.200 Neuinfektionen und starben 3.400 Menschen an den Folgen von AIDS. Bei sexuellem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung wird daher grundsätzlich das Benutzen von Kondomen empfohlen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Pazifische Inseln

Das könnte Sie auch interessieren

Gesund auf Reisen

Gesund auf Reisen

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Reiseländer und Reisemedizin. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.