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Südeuropa

Sonstige Gesundheitsrisiken

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

  • In verschiedenen Ländern Asiens grassiert auf Geflügelfarmen regelmäßig die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt. Die Erkrankung führt innerhalb kürzester Zeit zum Tod der erkrankten Tiere. Da der Erreger, das Virus H5N1, auch bei Zugvögeln auftritt, besteht die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung. Nachgewiesen wurde das Virus bei Vögeln in u.a. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowenien und Ungarn. Die Erreger sind auf den Menschen übertragbar und lösen schwere grippeähnliche Krankheitszustände aus, die oft tödlich enden. Seit den ersten Fällen im Jahr 2003 erkrankten mindestens 261 Personen, von denen 157 an den Folgen starben (in Aserbeidschan 8 Erkrankungen mit 5 Todesfällen, Ägypten 18 Erkrankungen mit 10 Todesfällen, China 21 Erkrankungen mit 14 Todesfällen, Dschibuti 1 Erkrankungsfall, Indonesien 74 Erkrankungen mit 57 Todesfällen, Irak 3 Erkrankungen mit 2 Todesfällen, Kambodscha 6 Todesfälle, Thailand 25 Erkrankungen mit 17 Todesfällen, Türkei 12 Erkrankungen mit 4 Todesfällen sowie Vietnam 93 Erkrankungen mit 42 Todesfällen). Aus Indonesien bestätigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch. Einen vorbeugenden Impfschutz gegen die Erkrankung gibt es bislang nicht. Zur Vorbeugung einer Infektion wird Reisenden empfohlen, direkten Kontakt zu Hühnern und Schweinen zu meiden und Fleisch bzw. Eier vor dem Genuss auf mindestens 70°C zu erhitzen. (Stand: 27. Dezember 2006)
  • In den Wintermonaten treten in Südeuropa saisonal bedingt gehäuft Grippeerkrankungen (Influenza) auf. Insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem ist eine Grippe-Schutzimpfung mindestens zwei Wochen vor Reisebeginn unbedingt zu empfehlen.
  • Aktuelles: In Bulgarien, insbesondere in Plodiv, traten zuletzt vermehrt Fälle von infektiöser Gelbsucht, Hepatitis A, auf. (Stand: Dezember 2006)
  • Vor allem in Südosteuropa hat in den letzten Jahren eine starke Verbreitung von HIV-Infektionen stattgefunden. Das Benutzen von Kondomen ist bei sexuellem Verkehr deshalb unbedingt zu empfehlen. Vor einer medizinischen Versorgung mit Blutkonserven wird für einige Länder in Hinblick auf mögliche HIV-Infektionen gewarnt, sie sollte nur in unmittelbar lebensbedrohlichen Fällen in Anspruch genommen werden. Auch Spritzen und Kanülen, die in den Krankenhäusern benutzt werden, können verunreinigt sein.

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