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Australien und Neuseeland

Impfungen

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Pflichtimpfungen und allgemeine Vorschriften

  • Bei Direkteinreise bestehen keine Pflichtimpfungen. Reisende sollten sich jedoch möglichst rechtzeitig vor Reisebeginn bei den Botschaften oder Landesvertretungen beider Länder nach aktuellen medizinischen Einreisebestimmungen erkundigen.
  • Bei der Einreise nach Australien besteht für Reisende jenseits des ersten Lebensjahres, die sich innerhalb der letzten sechs Tage vor der Ankunft in Australien eine Nacht oder länger in einem entsprechenden Infektionsgebiet aufgehalten haben, eine Immunisierungspflicht gegen Gelbfieber (Länderliste s. Gelbfieber).

Allgemeine Impfempfehlungen

  • Die klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sind - bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen - mindestens alle zehn Jahre aufzufrischen. Bei Reisen nach Australien oder Neuseeland sollte in jedem Fall für ausreichenden Impfschutz gegen diese beiden Erkrankungen gesorgt werden.
  • Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten Australien und Neuseeland als poliofrei. Ein ausreichender Impfschutz gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist dennoch grundsätzlich zu empfehlen, da die Erkrankung in vielen Regionen der Welt nach wie vor häufig auftritt. Es handelt sich um eine akute Viruserkrankung, die zu bleibenden Lähmungen der Muskulatur oder gar zum Tod führen kann. Nach Angaben des Komitees zur globalen Ausrottung der Poliomyelitis der WHO (Global Polio Eradication Initiative) stieg die Anzahl der Erkrankungen in den letzten beiden Jahren massiv an. Allein im Jahr 2005 wurden weltweit 1.938 neue Poliofälle registriert. Im Jahr 2006 sind es bis jetzt 1.820 Fälle, die meisten davon in Nigeria und Indien (Stand: 20. Dezember 2006). Solange ein gewisses Risiko für eine Infektion mit Poliomyelitis besteht, sollten grundsätzlich alle Reisenden die Schutzimpfung durchführen. Bei vorhandener Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen empfiehlt sich eine Auffrischung des Impfschutzes im Zehnjahresrhythmus. Im Zweifelsfall sollte hierzu der behandelnde Arzt befragt werden.

Spezielle Impfempfehlungen

  • Da in Australien und Neuseeland sporadisch Hepatitis A-Infektionen durch kontaminiertes Trinkwasser oder Lebensmittel auftreten können, ist eine Immunisierung gegen das Virus grundsätzlich zu empfehlen.
  • Insbesondere bei einem längeren Aufenthalt in Australien oder Neuseeland wird auch die Impfung gegen Hepatitis B empfohlen. Bei der Immunisierung kann ein Kombinationsimpfstoff für Hepatitis A und B verwendet werden. Das Hepatitis-B-Virus wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma bei Geschlechtsverkehr) übertragen. Für sexuellen Verkehr wird deshalb das Benutzen von Kondomen angeraten.

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