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Australien und Neuseeland

Gesundheitsrisiken für den Reisenden

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

In Australien und vor allem in Neuseeland besteht für Reisende eine verhältnismäßig geringe Gefahr, sich besondere Infektionskrankheiten zuzuziehen. Im Allgemeinen sind deshalb nur wenige Vorsichtsmaßnahmen nötig. Dennoch sollten vor allem Reisende, die sich aus beruflichen Gründen häufig oder sehr lange in einem der beiden Länder aufhalten, selbstständig reisen (z.B. Rucksacktouristen) oder von vornherein gesundheitliche Probleme haben, über folgende Infektionskrankheiten informiert sein und die allgemeinen und speziellen Impfempfehlungen beachten.

Nahrungsmittel

  • Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind eher selten. Die üblichen durch Bakterien wie Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus) oder Shigellen (s. Ruhr) ausgelösten Durchfallerkrankungen (=Diarrhoen) können auftreten. In Australien sind darüber hinaus Infektionen mit Amöben möglich, die zu Bauchschmerzen, Durchfällen und Leberabszessen führen können ("Amöbenruhr"). Ein in beiden Ländern verbreiteter Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis).

Insekten

Durch Insekten oder Spinnentiere übertragene Krankheiten spielen in Australien eine größere Rolle als in Neuseeland. Aufgrund der stärkeren Regenfälle und der warmen Temperaturen von Dezember bis Juni sind in Australien die Vermehrungsbedingungen für Insekten besonders günstig (feuchte Brutplätze etc.). Entsprechend höher ist in dieser Zeit die Gefahr für Infektionskrankheiten, die durch Insekten übertragen werden. Es empfiehlt sich daher, für ausreichenden Schutz in Form von Insektenmitteln, Insektennetzen und bedeckender Kleidung zu sorgen.

  • Das sog. Dengue-Fieber tritt im Norden Australiens in Nord-Queensland, auf den Torres Straight Inseln und in Cairns auf. Die Krankheit wird von tag- und nachtaktiven Mücken übertragen und kann zu lebensbedrohlichen Blutungen und Blutgerinnungsstörungen führen. Vor allem in der Regenzeit zwischen Dezember und Juni sind Infektionen mit Dengue-Fieber relativ häufig.
  • Ebenfalls durch Mücken übertragen wird Japanische Enzephalitis. Es handelt sich dabei um eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, die auf den Torres Straight Inseln Australiens verbreitet ist. Eine Infektion führt zwar nur selten zur Erkrankung, diese ist jedoch mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Da das Infektionsrisiko für Touristen relativ gering ist, wird eine Schutzimpfung gegen die Erkrankung im Allgemeinen nicht empfohlen.
  • Das sog. Ross-River-Fieber, auch epidemische Polyarthritis genannt, wird durch Viren verursacht, die von tag- und nachtaktiven Mücken übertragen werden. Verbreitet sind die Erreger in Australien vor allem in Neu Süd Wales, in West-Australien und in Tasmanien. Die Erkrankung beginnt mit Fieber und starken Gelenk- bzw. Muskelschmerzen, die unter Umständen mehrere Wochen oder Monate anhalten können. Derzeit sind keine Impfungen zur Vorbeugung der Infektion und auch keine Medikamente zur Behandlung der Krankheit bekannt.
  • In Australien sind Zecken landesweit verbreitet. Sie können die sog. Lyme-Borreliose übertragen. Dabei handelt es sich um eine in Stadien verlaufende Erkrankung, die zunächst mit Hautrötung (Erythem) und Allgemeinsymptomen wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen einhergeht und im weiteren Verlauf zu Hirnhautentzündung, Nervenschädigungen, Herzentzündung, Hautveränderungen und chronischen Gelenkschmerzen führen kann. Reisende können sich durch das Tragen von langer Kleidung vor Zeckenbissen schützen. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf mögliche Zeckenbisse abgesucht werden. Wird eine Zecke entdeckt, lässt sie sich am besten mit einer Zecken-Pinzette entfernen.

Sonstige Risiken

  • HIV-Infektionen sind in Australien relativ häufig, in Neuseeland eher mäßig verbreitet. Bei sexuellem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung wird grundsätzlich das Benutzen von Kondomen empfohlen.

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Australien und Neuseeland

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