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Südasien

Sonstige Reisetipps

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

In den höher gelegenen Gebirgsregionen ist die Intensität der Sonneneinstrahlung durch die sauerstoffarme Höhenluft und den geringen atmosphärischen Druck extrem hoch. Für ausreichenden Schutz der Haut gegen direkte Sonnenbestrahlung sollte deshalb unbedingt gesorgt werden. Die teilweise sehr hohen Temperaturen können zu erheblichen Belastungen des Herz-Kreislaufs führen. Wichtig ist deshalb, immer reichlich zu trinken.

In den Höhenlagen ab 2500 m (Bhutan, Indien, Nepal, Pakistan, Tadschikistan) kann es etwa 6-12 Stunden nach Ankunft zur Ausbildung von Symptomen einer Höhenkrankheit wie Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, verstärkte Atmung, beschleunigter Puls, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen sowie Schwellungen der Gliedmaßen und des Gesichts kommen. In schwerwiegenden Fällen führt die Erkrankung zum Tod. Eine eingehende Gesundheitsberatung durch den Facharzt vor Reiseantritt ist unbedingt zu empfehlen.

In einigen Regionen können dem Reisenden Gifttiere wie Schlangen oder Spinnen gefährlich werden, weshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten. So ist das Schlafen auf dem Boden zu vermeiden. Vor dem Zubettgehen sollte unter die Decke geschaut werden, geschlossene Schuhe sind vor dem Anziehen auszuschütteln. Bei Ausflügen in die Natur ist knöchelhohes Schuhwerk zu tragen, in Büschen oder auf Bäumen sollte nicht herumgeklettert werden und im Dunkeln ist eine Taschenlampe zu benutzen, um zu sehen, wohin man tritt.

Darüber hinaus sollten insbesondere gesundheitlich gefährdete Menschen bei ihren Reisen beachten, dass die medizinischen Versorgungsstandards in den meisten Ländern des mittleren Südasiens erheblich schlechter sind als die in Europa. In Tadschikistan z.B. gibt es in der Hauptstadt Duschanbe laut Auskunft des Auswärtigen Amtes der BRD keine ausreichende notärztliche Versorgung. Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist daher unerlässlich. Für den Aufenthalt sollten spezielle Reisekrankenversicherungen, die auch einen Rücktransport bei schweren Erkrankungen oder Unfällen beinhalten, abgeschlossen werden. Vor Reiseantritt sind ausführliche Informationen darüber bei der jeweils zuständigen Krankenkasse einzuholen.

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