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Ostasien

Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind in Ostasien häufig. Eine gute Hygiene ist deshalb besonders wichtig. Generell ist Vorsicht gegenüber Imbissständen an der Straße geboten. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr mit abgekochtem Wasser gründlich abgewaschen werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur zu schälendes Obst oder Gemüse gegessen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, ausschließlich abgekochtes Wasser zu trinken (Vorsicht bei Eiswürfeln!). Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Reinigung von Wasser sind in Europa im Handel erhältlich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Reise über die verschiedenen Möglichkeiten und Wirkungsweisen solcher Mittel informieren. Mit einfachen Hygienemaßnahmen lassen sich lästige Darminfektionen oft vermeiden.

  • Besonders häufig sind bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen (=Diarrhoen), z.B. durch Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus), Shigellen (s. Ruhr) oder Brucella (Brucellosen).
  • Cholera-Erkrankungen sind regelmäßig in China, insbesondere Zentralchina, und der Mongolei zu beobachten. Die Erkrankung wird durch Bakterien, so genannte Choleravibrionen, ausgelöst, die über Lebensmittel (z.B. rohe Meeresfrüchte) oder verunreinigtes Trinkwasser aufgenommen werden. Da das Infektionsrisiko für Touristen jedoch relativ gering ist, wird ein vorbeugender Impfschutz im Allgemeinen als nicht erforderlich angesehen.
  • Daneben spielen Parasiten eine große Rolle bei der Auslösung von lebensmittelbedingten Erkrankungen. Dazu zählen vor allem Fadenwürmer wie der Peitschenwurm, der über Nahrungsmittel und kontaminiertes Trinkwasser aufgenommen wird, und der Hakenwurm, der entweder durch die Haut (z.B. beim Barfußgehen) oder über Nahrungsmittel (z.B. frischen Salat) in den menschlichen Organismus gelangt. Weit verbreitet sind in den ostasiatischen Ländern Infektionen mit Amöben, die zu Bauchschmerzen, Durchfällen und Leberabszessen führen können ("Amöbenruhr"). Ein anderer typischer Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis). Über den Verzehr von rohen oder ungenügend erhitzten Krabben, Süßwasserfischen und Krebsen sind Infektionen mit dem Lungenegel möglich. Lungenbeschwerden, aber auch Bauchschmerzen, Leber- und Bauchspeicheldrüsenbeschwerden oder Hautveränderungen können die Folge sein. Infektionen mit dem Großen Leberegel (Fasciola hepatica) entstehen durch den Verzehr roher Pflanzenteile (z.B. Wasserkresse).
  • Für Reisende nach Ostasien besteht generell ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Hepatitis A. Das Virus wird vor allem durch Lebensmittel und Trinkwasser, seltener durch direkten Körperkontakt zu Erkrankten übertragen.

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