Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Gesund auf Reisen > Nordamerika > Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Tests & Checks

Rund um die Reisemedizin

Forum

Reisemedizin

Porträt Bettina Flörchinger Forenexpertin: Bettina Flörchinger Forum Reisemedizin
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Nordamerika

Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Salz
Salzboden im Death Valley
Bei extremer Trockenheit und Hitze, wie im Death Valley, ist es nötig, viel zu trinken - Salz gibt es dagegen genug...

Nahrungsmittelbedingte Durchfallerkrankungen (Diarrhoen) sind vor allem in den warmen Regionen Nordamerikas (Bermuda, Hawaii, St. Pierre und Miquelon) keine Seltenheit. Eine gute Nahrungsmittelhygiene ist deshalb wichtig. Generell ist Vorsicht gegenüber Imbissständen an der Straße geboten. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr mit abgekochtem Wasser gründlich abgewaschen werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur zu schälendes Obst oder Gemüse gegessen werden. Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Reinigung von Wasser bei Treckingreisen sind in Europa im Handel erhältlich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Reise über die verschiedenen Möglichkeiten und Wirkungsweisen solcher Mittel informieren. Mit einfachen Hygienemaßnahmen lassen sich lästige Darminfektionen häufig vermeiden.

  • Bakterielle Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus) oder Shigellen (s. Ruhr) werden in Nordamerika häufiger beobachtet. Auch Infektionen mit Amöben treten auf. Sie können zu Bauchschmerzen, Durchfällen ("Amöbenruhr") und Leberabszessen führen. Ein weiterer typischer Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis). In Kanada werden regelmäßig Infektionen mit Fadenwürmern (Trichinellosen) beobachtet, die durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend gegartem Fleisch (z.B. Walross-, Robben- oder Polarbärenfleisch) ausgelöst werden. Für Reisende nach Nordamerika empfiehlt sich grundsätzlich eine gute Lebensmittelhygiene. Beim Kauf der in den USA und Kanada so beliebten Kühlkost ist darauf zu achten, dass sie gut durchgefroren ist. Für die Zubereitung sollte sie im Kühlschrank langsam aufgetaut, anschließend abgespült und gründlich durchgebraten bzw. ausreichend gekocht werden.
  • In den USA wird seit geraumer Zeit in den Küstenregionen von Maine, New Hampshire und Massachusetts eine Zunahme von Rotalgen, so genannten "Red Tides", beobachtet. Diese vermehren sich bei hoher Sonneneinstrahlung und einer starken Erhöhung der Wassertemperatur. Sie produzieren Substanzen, die beim Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen können und nicht durch Abkochen zerstörbar sind. Aus diesem Grund sollte auf den Verzehr von Fisch und Schalentieren aus Gewässern der betroffenen Gebiete verzichtet werden. Da der Kontakt mit Rotalgen zu Hautreizungen führen kann, sollte beim Baden auf die örtlichen Warnhinweise geachtet werden.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Nordamerika

Das könnte Sie auch interessieren

Gesund auf Reisen

Gesund auf Reisen

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Reiseländer und Reisemedizin. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.