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Südliches Afrika

Impfungen

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Pflichtimpfungen und allgemeine Vorschriften

  • Bei Direkteinreise in die südlichen Länder Afrikas bestehen keine Pflichtimpfungen. Da sich die medizinischen Einreisebestimmungen jedoch immer wieder ändern, sollten sich Reisende generell bei der jeweiligen Botschaft oder Landesvertretung nach den aktuellen Regelungen erkundigen.
  • Bei der Einreise aus entsprechenden Infektionsgebieten besteht für Reisende in alle Länder des südlichen Afrikas eine Immunisierungspflicht gegen Gelbfieber (Länderliste s. Gelbfieber) (in Südafrika mit Ausnahme von Kindern im ersten Lebensjahr).

Allgemeine Impfempfehlungen

  • Die klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sind - bei vorhandener Grundimmunisierung und unabhängig von jeglichen Reiseplänen - mindestens alle zehn Jahre aufzufrischen. Bei Reisen in die südlichen Länder Afrikas sollte in jedem Fall für ausreichenden Impfschutz gegen diese beiden Erkrankungen gesorgt werden.
  • Auch die Impfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) wird dringend empfohlen, da Verschleppungen des Erregers aus zentralafrikanischen Ländern möglich sind. Bei vorhandener Grundimmunisierung von drei dokumentierten Schluckimpfungen empfiehlt sich eine Auffrischung des Impfschutzes im Zehnjahresrhythmus. Im Zweifelsfall sollte hierzu der behandelnde Arzt befragt werden.

Spezielle Impfempfehlungen

  • Da Hepatitis A-Infektionen im Süden Afrikas häufig auftreten, sollte rechtzeitig vor Reisebeginn eine Immunisierung gegen das Virus erfolgen. Insbesondere für Reisende nach Botsuana, Namibia, Südafrika und Swasiland wird Hepatitis A-Impfschutz empfohlen.
  • Vor allem bei längerem Aufenthalt im südlichen Afrika und intensivem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis B. Das Virus wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma bei Geschlechtsverkehr) übertragen, weshalb bei sexuellem Verkehr unbedingt Kondome benutzt werden sollten. Bei der Immunisierung kann ein Kombinationsimpfstoff für Hepatitis A und B verwendet werden.
  • Da Typhus im Süden Afrikas weit verbreitet ist, wird Touristen eine Impfung generell empfohlen.
  • Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria sollte bei Reisen in die betroffenen Gebiete Botsuanas, Namibias, Südafrikas und Swasilands nur nach Absprache mit dem zuständigen Arzt oder städtischen Tropeninstitut erfolgen. Für Reisende nach Lesotho und St. Helena besteht kein Prophylaxebedarf.
  • Das Tollwut-Virus ist im Süden Afrikas nur in ländlichen Gebieten verbreitet. Als tollwutfrei gilt St. Helena. Vorbeugende Impfungen gegen die Erkrankung werden im Allgemeinen bei normalen Reisenden nicht durchgeführt. Da die Übertragung von Tollwut auf den Menschen durch den Speichel eines erkrankten Tieres erfolgt, sollten sich Personen, die aus beruflichen oder anderen Gründen für eine Ansteckung besonders gefährdet sind (z.B. Forstarbeit, Jagd, Landaufenthalt), bei Reisen in die südlichen Länder Afrikas über Impfmöglichkeiten informieren. Generell ist in ländlichen Regionen Vorsicht vor streunenden Hunden oder Katzen bzw. zahm wirkenden Wildtieren geboten.

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