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Südliches Afrika

Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Nahrungsmittelbedingte Infektionen sind im südlichen Afrika weit verbreitet. Eine gute Nahrungsmittelhygiene ist deshalb besonders wichtig. Generell ist Vorsicht gegenüber Imbissständen an der Straße geboten. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr mit abgekochtem Wasser gründlich abgewaschen werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur zu schälendes Obst oder Gemüse gegessen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, ausschließlich abgekochtes Leitungswasser zu trinken (Vorsicht bei Eiswürfeln!). Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Reinigung von Wasser sind in Europa im Handel erhältlich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Reise über die verschiedenen Möglichkeiten und Wirkungsweisen solcher Mittel informieren. Mit einfachen Hygienemaßnahmen lassen sich lästige Darminfektionen häufig vermeiden.

  • Besonders verbreitet sind bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen (=Diarrhoen), z.B. durch Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus), Shigellen (s. Ruhr) oder Choleravibrionen (s. Cholera).
  • Daneben spielen Parasiten eine zentrale Rolle bei der Auslösung von lebensmittelbedingten Erkrankungen. Dazu zählen vor allem Fadenwürmer, z.B. Spulwurm, und Bandwürmer wie der Rinderfinnen- und der Schweinefinnenbandwurm, die durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Rind- bzw. Schweinefleisch (z.B. in Form von Tatar) übertragen werden (Taeniose). Weit verbreitet sind in den subtropischen Gebieten des südlichen Afrikas Infektionen mit Amöben, die zu Bauchschmerzen, Durchfällen ("Amöbenruhr") und Leberabszessen führen können. Ein anderer typischer Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis).
  • Für Reisende in den Süden Afrikas besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Hepatitis A und Hepatitis E. Beide Viren werden vor allem durch Lebensmittel und Trinkwasser, seltener durch direkten Körperkontakt zu Erkrankten übertragen.

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