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Sub-Sahara Afrika

Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

Zebras an einer Wasserstelle
Zebras
Trinkwasser ist leider häufig verunreinigt

Nahrungsmittelbedingte Erkrankungen sind in Zentralafrika sehr verbreitet. Eine gute Nahrungsmittelhygiene ist deshalb besonders wichtig. Generell ist Vorsicht gegenüber Imbissständen an der Straße geboten. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr mit abgekochtem Wasser gründlich abgewaschen werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur zu schälendes Obst oder Gemüse gegessen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, ausschließlich abgekochtes Wasser zu trinken (Vorsicht bei Eiswürfeln!). Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Reinigung von Wasser sind in Europa im Handel erhältlich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Reise über die verschiedenen Möglichkeiten und Wirkungsweisen solcher Mittel informieren. Mit einfachen Hygienemaßnahmen lassen sich lästige Darminfektionen häufig vermeiden.

  • Besonders häufig sind bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen (=Diarrhoen), z.B. durch Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (s. Typhus), Shigellen (s. Ruhr) oder Choleravibrionen (s. Cholera). Verschiedene internationale Organisationen wie die WHO und UNICEF stellen in Zentralafrika Mittel für eine medizinische Versorgung der einheimischen Bevölkerung und eine Säuberung des Trinkwasser bereit. Auf diese Weise ist es gelungen, die Sterberate an infektiösen Darmerkrankungen unter der einheimischen Bevölkerung zu senken. Aktuelles: In Sub-Sahara Afrika herrschen in verschiedenen Ländern immer wieder Choleraepidemien. Betroffen waren im Jahr 2006 vor allem Angola, Guinea (v.a. Grenzgebiet zu Liberia), Guinea-Bissau (v.a. Bissau, Cacheu, Gabu, Biombo, Oio), Liberia, Tansania sowie Uganda. Allein im Süden Sudans (v.a. Yei, Juba) erkrankten zwischen dem 28. Januar und 14. Juni 2006 mehr als 16.000 Personen, von denen 476 starben. Auch der Norden des Sudans (v.a. Bundesstaaten Khartoum und Nord Kordofan) war von einem größeren Choleraausbruch betroffen.
  • Parasiten spielen ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Auslösung von lebensmittelbedingten Erkrankungen. Dazu zählen vor allem Fadenwürmer, z.B. Spulwurm und Peitschenwurm, und Bandwürmer wie der Rinderfinnen- und der Schweinefinnenbandwurm, die durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Rind- bzw. Schweinefleisch (z.B. in Form von Tatar) übertragen werden (Taeniose). Weit verbreitet sind in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas Infektionen mit Amöben, die zu Bauchschmerzen und Durchfällen führen können ("Amöbenruhr"). Ein anderer typischer Erreger von infektiösen Darmerkrankungen ist Giardia lamblia, ein Dünndarmparasit, der Darmentzündungen und Durchfall verursacht (Giardiasis). Vor allem in Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun und Liberia sind über den Verzehr von Krabben und Krebsen Infektionen mit dem Lungenegel möglich. Lungenbeschwerden, aber auch Bauchschmerzen, Leber- und Bauchspeicheldrüsenbeschwerden oder Hautveränderungen sind die Folge. In vielen Teilen Afrikas sind Infektionen mit dem so genannten Drachenwurm zu beobachten. Der Parasit verursacht beim Menschen die Ausbildung von Hautknoten, die insbesondere an den Gliedmaßen auftreten (Drakunkulose). Die Infektion erfolgt über kontaminiertes Trinkwasser.
  • Für Reisende nach Afrika besteht generell ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Hepatitis A und Hepatitis E. Beide Viren werden vor allem durch Lebensmittel und Trinkwasser, seltener durch Schmutz- oder Schmierinfektionen übertragen.

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