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Nordafrika

Sonstige Gesundheitsrisiken

Stand: 1. Dezember 2006Autor: Onmeda-Redaktion

  • In verschiedenen Ländern Asiens grassiert auf Geflügelfarmen regelmäßig die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt. Die Erkrankung führt innerhalb kürzester Zeit zum Tod der erkrankten Tiere. Da der Erreger, das Virus H5N1, auch bei Zugvögeln auftritt, besteht die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung. Die Viren sind auf den Menschen übertragbar und lösen schwere grippeähnliche Krankheitszustände aus, die oft tödlich enden. Seit den ersten Fällen im Jahr 2003 erkrankten mindestens 261 Personen, von denen 157 an den Folgen starben (in Aserbeidschan 8 Erkrankungen mit 5 Todesfällen, Ägypten 18 Erkrankungen mit 10 Todesfällen, China 21 Erkrankungen mit 14 Todesfällen, Dschibuti 1 Erkrankungsfall, Indonesien 74 Erkrankungen mit 57 Todesfällen, Irak 3 Erkrankungen mit 2 Todesfällen, Kambodscha 6 Todesfälle, Thailand 25 Erkrankungen mit 17 Todesfällen, Türkei 12 Erkrankungen mit 4 Todesfällen sowie Vietnam 93 Erkrankungen mit 42 Todesfällen). Aus Indonesien bestätigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch. Einen vorbeugenden Impfschutz gegen die Erkrankung gibt es bislang nicht. Zur Vorbeugung einer Infektion wird Reisenden empfohlen, direkten Kontakt zu Hühnern und Schweinen zu meiden und Fleisch bzw. Eier vor dem Genuss auf mindestens 70°C zu erhitzen. (Stand: 27. Dezember 2006)

  • In Ägypten wurde zuletzt im Jahr 2004 ein Fall von Kinderlähmung (Poliomyelitis) beobachtet. Es handelt sich um eine akute Viruserkrankung, die zu bleibenden Lähmungen der Muskulatur oder gar zum Tod führen kann. Trotz aufwändiger Impfaktionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den betroffenen Regionen der Welt konnte der Erreger der Krankheit noch nicht ausgerottet werden. So ist nach Angaben des Komitees zur globalen Ausrottung der Poliomyelitis der WHO (Global Polio Eradication Initiative) die Anzahl der Erkrankungen in den letzten beiden Jahren sogar massiv angestiegen. Ursache hierfür ist das Wiederauftreten der Krankheit in Ländern, die bereits als poliofrei galten. Allein im Jahr 2005 wurden weltweit 1.938 neue Poliofälle registriert. In diesem Jahr sind es bis jetzt 1.820 Fälle, die meisten davon in Nigeria und Indien. (Stand: 20. Dezember 2006)

  • Infektionen mit dem in Nordafrika weit verbreiteten Bakterium Chlamydia trachomatis sind Auslöser des Trachoms, auch Ägyptische Augenkrankheit genannt. Dabei handelt es sich um eine langwierige Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges, die zur Erblindung führen kann. Eine Infektion erfolgt über direkten Kontakt zu Erkrankten oder indirekt über kontaminierte Gegenstände.

  • Da auch in Nordafrika die Verbreitung von HIV-Infektionen zugenommen hat, ist das Benutzen von Kondomen bei sexuellem Verkehr unbedingt zu empfehlen.

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