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Forenexperte: Dr. Tomas Jelinek
Forum Reisemedizin
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Stand: 10. Oktober 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Der mittlere Luftdruck in Meereshöhe, also die Kraft der über der Erde liegenden Lufthülle pro Fläche, beträgt auf der Erdoberfläche im Mittel 1,013 bar. Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab.
Aus technisch-wirtschaftlichen Gründen herrscht in Flugzeugen bei Langstreckenflügen – also in Höhen zwischen etwa 10.000 und 12.000 Metern – ein Druck, der dem in einer Höhe von etwa 2.200 bis 2.400 Metern entspricht, ähnlich einem Aufenthalt im Hochgebirge. Geht man beispielsweise von einem Druck entsprechend einer Höhe von 2.000 Metern aus, dann herrscht in der Maschine ein Druck von rund 0,6 bar.
Aufgrund des erniedrigten Drucks in den Flugzeugen wird dem Körper pro Atemzug weniger Sauerstoff zugeführt als auf der Erdoberfläche. Gesunde Menschen spüren diesen Unterdruck in der Regel kaum, vor allem auch deshalb, da während eines Flugs praktisch keine körperlichen Arbeiten erforderlich sind. Ausgenommen sind möglicherweise gelegentlich auftretende Druckgefühle in den Nasennebenhöhlen sowie in den Ohren, bis hin zu leichteren Kopfschmerzen bei Start und Landung.
Der Sauerstoffpartialdruck ist beim Fliegen um etwa 25 Prozent verringert; die Sauerstoffsättigung sinkt von 97 Prozent auf 90 Prozent ab. In der Folge nimmt das Volumen der im menschlichen Körper eingeschlossenen Luft zu, so zum Beispiel im Mittelohr, in den Nasennebenhöhlen oder auch im Darm.
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