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Jetlag

Vorbeugen

Stand: 16. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Wenn Sie einige Tipps beachten, können Sie Jetlag-Symptomen vorbeugen beziehungsweise diese abmildern und die Anpassung Ihres Körpers an die neue Zeitzone (Resynchronisation) beschleunigen:

  • Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson (progressive Muskelrelaxation) können die Beschwerden lindern.
  • Nahrungsmittel haben Einfluss auf Ihre Verfassung: Speisen mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten (z.B. Kartoffeln oder Getreide) machen Sie eher müde, eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Fleisch machen Sie dagegen eher wach.
  • Vermeiden Sie am ersten Tag größere körperliche Belastungen am Ankunftsort. Am zweiten Tag sollten Sie dann körperlich aktiv werden.
  • Achten Sie darauf, am Zielort möglichst rasch wieder einen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuhalten. Verzichten Sie darauf, tagsüber zu schlafen.
  • Bei Flügen in westliche Richtung verschiebt sich die Zeit nach "hinten". Wenn Sie z.B. nach New York fliegen, ist es dort sechs Stunden früher als etwa in Berlin. Es kann daher nicht schaden, bereits ein paar Tage vor Reiseantritt später als normalerweise schlafen zu gehen – so gewöhnen Sie sich schneller an den neuen Rhythmus.
  • Bei Flügen in Richtung Osten verschiebt sich die Zeit dagegen nach "vorne". Gehen Sie deshalb bereits einige Tage vor Reiseantritt etwas früher ins Bett, da es am Reiseziel entsprechend später als zu Hause ist.
  • Stellen Sie Ihre Armbanduhr schon auf die neue Zeit am Zielort um, sobald Sie im Flugzeug sitzen.
  • Versuchen Sie, sofern möglich, Ihr Verhalten bereits bei Flugbeginn dem Tagesrhythmus des Zielorts anpassen.

Schlafmittel und Melatonin

Die Einnahme von Schlafmitteln zur Regulierung der Müdigkeit bei Jetlag ist nicht zu empfehlen, da sie keinerlei förderlichen Einfluss auf die Körperumstellung hat. Allenfalls Wirkstoffe, die das Einschlafen fördern (wie Zolpidem, Zopiclon) können unter Umständen über einen kurzen Zeitraum (ein bis zwei Tage) Sinn machen.

Häufig liest man im Zusammenhang mit Jetlag über Melatonin. Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das normalerweise bei Dunkelheit von der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet wird und dem Körper das "Gefühl" gibt, müde zu sein. Die langfristige Einnahme von Melatonin ist jedoch umstritten und ist daher ohne ärztlichen Rat nicht zu empfehlen.

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