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Vitamine – vielseitige Funktionsträger

Stand: 22. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Vitamine sind maßgeblich an chemischen Prozessen im Körper beteiligt und fördern den Zellaufbau. Da der Körper Vitamine weder selber herstellen noch speichern kann, müssen sie regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden. Grundsätzlich sind alle Vitamine und Mineralstoffe in irgendeiner Weise wichtig für die Gehirnfunktion. Sie sind an der Produktion und Erhaltung der Neurotransmitter im Gehirn beteiligt und sorgen für die Energieverwertung. Darüber hinaus schützen sie Nerven und Gefäße vor oxidativen Schäden durch freie Radikale.

Besonders wichtig für die geistige Fitness sind die B-Vitamine Thiamin (Vitamin B1), Folsäure (Vitamin B9), Pyridoxin (Vitamin B6) und Cobalamin (Vitamin B12).

Vitamin B1 (Thiamin) ist am Neurotransmitter-Stoffwechsel beteiligt. Schon ein leichtes Defizit an Vitamin B1 hat Müdigkeit, Depressionen, Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche zur Folge. Vitamin B1 kommt in Vollkorn, Haferflocken, Weizenkeimen, Sonnenblumenkernen, Hülsenfrüchten, Nüssen und Schweinefleisch vor.

Vitamin B6 wird für die Produktion der Botenstoffe im Gehirn benötigt. Besonders reich an Vitamin B6 sind Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, verschiedene Gemüsesorten, Kartoffeln und Vollkorngetreide.

Vitamin B6 und Vitamin B12 haben vor allem schützende Funktionen: Sie werden für die Bildung von Myelin benötigt, das als Schutzschicht der Nerven im Gehirn und Rückenmark dient.

Tomaten am Zweig in einem grünen Becher
Tomaten sind reich an Folsäure

Bei einem Mangel an Folsäure werden vielfach neurologische Symptome beobachtet wie zum Beispiel Entwicklungsverzögerungen oder Minderbegabung (bei Säuglingen und Kindern) oder Gedächtnisstörungen und Hirnatrophie (Hirnschrumpfung) im Erwachsenenalter. Gerade im fortgeschrittenen Alter, wenn die Nervenzellen im Gehirn mit dem Alterungsprozess absterben, ist es förderlich, dem entgegenzuwirken und die Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen durch die Zufuhr von Vitamin B in Schwung zu halten.

Zu einem Folsäuremangel kann es durch eine angeborene Störung kommen, die jedoch selten vorliegt. Aber auch Medikamente oder die falsche Ernährung können den Folsäuregehalt negativ beeinflussen. Als Folge kann es zu einer Gedächtnisverminderung und Depressionen kommen.

Besonders reich an Folsäure sind Spinat, Salat, Spargel, Getreide, Tomaten und Leber.

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