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Bewegen gegen das Vergessen

Stand: 1. Januar 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Wenn sich ältere Menschen nicht ausreichend bewegen und nur wenig mit neuen Reizen und Herausforderungen konfrontiert werden, wird das Denken im Alter langsamer. In diesem Fall braucht das Gehirn, wenn es älter wird, mehr Zeit für die Informationsverarbeitung. So haben Menschen mit zunehmendem Alter oft mehr Schwierigkeiten, unter Zeitdruck etwas Neues zu lernen oder bereits gespeichertes Wissen abzurufen. Durch Training lässt sich dieser Geschwindigkeitsverlust aber ausgleichen.

Es ist möglich, dass ein Mensch im Alter bessere geistige Leistungen erbringt als in früheren Lebensphasen, wenn er seinem Gehirn vorher keine Aufmerksamkeit gewidmet hat und jetzt systematisch übt.

Mangelnde Bewegung verlangsamt auch das Denken!

Das Lernvermögen fördern. Besonders in den Hirnteilen, die für das Lernen und das Erinnern zuständig sind, also im Arbeitsgedächtnis und im Hippocampus, ist der Verfall besonders drastisch. Doch nicht bei allen alten Menschen. Wer sich im Alter regelmäßig bewegt, kann mit beeindruckenden Folgen für sein Gehirn rechnen. Experten gehen heute davon aus, dass der altersbedingte Abbau von Nervenzellen und Synapsen durch Bewegung reduziert wird. Außerdem verbessert sich das Lernvermögen nachweislich. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Durchblutungsstörungen des Gehirns wird erhöht.

Studien belegen die positiven Trainingsauswirkungen

In vielen Studien wurde nachgewiesen, dass

  • Menschen, die sich viel bewegen, in großem Umfang neue Gehirnzellen und neue Kontaktstellen zwischen den Neuronen bilden;
  • wenn gleichzeitig neue Aufgaben bewältigt werden müssen, besonders viele dieser Nervenzellen bis ins höchste Alter hinein überleben;
  • im hohen Alter die Neuproduktion der Nervenzellen deutlich zurückgeht. Aber: Körperliche Aktivität gleicht diesen Rückgang wieder aus. Durch Training können alte Menschen die Lernfähigkeit ihres Gehirns auf dem Niveau eines jungen Menschen erhalten.

Das Gehirn jung erhalten. Bei Untersuchungen an älteren Menschen konnte man feststellen, dass mit steigendem Alter die identische geistige Leistung mit einer Inanspruchnahme größerer Gehirnabschnitte einhergeht. Das heißt: Mehr Aufwand für die gleiche geistige Leistung. Bei älteren Menschen, die über Jahre hinweg Ausdauersport betrieben haben, konnten jedoch keine Unterschiede im Vergleich zu jungen Menschen festgestellt werden. Das bedeutet: Wer sich regelmäßig im Laufe des Älterwerdens bewegt, hält sein Gehirn jung.

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Das Gedächtnis verbessern. Es konnte nachgewiesen werden, dass alte Menschen, die regelmäßig ein Fitnessprogramm absolvieren, ein besseres Gedächtnis haben und schneller denken können als ihre inaktiven Altersgenossen. Wer sich bewegt, wirkt damit dem Vergessen entgegen.

Dabei muss man nicht einmal Höchstleistungen erbringen, um diese Effekte zu erreichen. Schon zwei bis drei Spaziergänge in der Woche, die etwa 30 Minuten dauern, bewirken die oben genannten Auswirkungen auf die Gehirnstrukturen und die Gehirnfunktion. Für geistig gesunde Menschen gilt: Bewegung ist besser als jedes Medikament, das die Konzentration und das Denken fördern soll. Es kostet nichts und hat keine negativen Nebenwirkungen – garantiert.

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