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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 30. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Viele Schwangere wünschen sich bei der Entbindung keine Klinikatmosphäre. Die meisten Frauen in Deutschland (weit über 90%) entbinden aber trotzdem in einer Klinik, wo bei unvorhergesehenen Komplikationen ärztliche Gegenmaßnahmen am schnellsten erfolgen können – aus diesem Grund gilt die Klinikgeburt als am sichersten für Mutter und Kind: In der Klinik stehen alle Möglichkeiten der modernen Medizin offen; treten Komplikationen während der Geburt auf, können Ärzte sofort reagieren. Sie und Ihr Baby erhalten in einer Klinik rund um die Uhr – vor, während und nach der Geburt – eine optimale medizinische Versorgung. Nach einer Geburt ohne Komplikationen bleiben Sie im Durchschnitt 4 Tage in der Klinik, nach einem Kaiserschnitt bis zu 7 Tage.
Besonders für Frauen mit einer Risikoschwangerschaft ist es ratsam, in einer Klinik zu entbinden, aber auch viele Erstgebärende fühlen sich in einem gut ausgestatteten Klinikkreißsaal sicherer als in den eigenen vier Wänden oder im Geburtshaus, wo in der Regel kein Arzt anwesend ist. Nachteil einer Klinikgeburt ist, dass Sie häufig die Hebamme, die Ihnen bei der Entbindung zur Seite stehen wird, nicht kennen. Dauert die Geburt länger, kann sogar währenddessen ein Schichtwechsel erfolgen, sodass Sie eine neue, aber ausgeruhte Hebamme bekommen.
Bevor Sie sich entscheiden, in welcher Klinik Sie entbinden, können Sie bei verschiedenen Einrichtungen in Ihrer Nähe vorbeischauen, um die Ausstattung der Geburtenstation und des Kreißsaals zu vergleichen. Gespräche mit Frauen, die dort schon entbunden haben, können Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen. Außerdem ist ein guter Kontakt zum Klinikpersonal wichtig, damit Sie sich während der Klinikgeburt wohl fühlen und sich fallen lassen können.
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