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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 10. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Wenn die Plazenta sich ablöst und als Nachgeburt geboren wird, hinterlässt sie in der Gebärmutter eine große Wunde, ähnlich einer Schürfwunde. Auch im Geburtskanal können bei der Geburt kleinere Verletzungen entstehen. Wundsekret und Gewebereste werden als sogenannter Wochenfluss (Lochien) ausgespült.
Diese normalen Geburtswunden heilen in mehreren Phasen ab: Besonders in den ersten zwei Tagen nach der Geburt ist der Wochenfluss sehr stark und kräftig rot. Wenn sich die Wöchnerin bewegt oder aufsteht, kann der Wochenfluss schwallartig auftreten und zu Kreislaufproblemen führen.
Je mehr die Wunden verheilen, desto mehr nimmt der Wochenfluss ab. Mit der Zeit wird er eher bräunlich, dann gelblich und letzten Endes weiß. Der Wochenfluss dauert drei bis sechs Wochen an und tritt auch nach einem Kaiserschnitt auf. In der Regel unterscheidet sich der Wochenfluss nach einem Kaiserschnitt nicht von dem nach einer normalen Geburt, da die Plazenta ebenso abgelöst wird und eine Wunde hinterlässt.
Um aufsteigende Infektionen wie das Kindbettfieber zu verhindern, sollte die Mutter in der Zeit des Wochenbetts besonders auf Hygiene achten. In den ersten Wochen sollte sie nicht baden beziehungsweise höchstens kurze Sitzbäder mit Zusätzen wie Kamille nehmen. Außerdem sollte sie sich nach Kontakt mit dem Wochenfluss immer die Hände waschen: Der Wochenfluss kann infektiös sein und sollte nicht auf das Kind oder die Brust übertragen werden. Letzteres kann eine Brustentzündung zur Folge haben. Auch mit Geschlechtsverkehr sollte man bis nach dem Wochenfluss warten!
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