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Wochenbett

Komplikationen

Stand: 10. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Selten kann es im Wochenbett zu Komplikationen kommen. Meistens entstehen diese, wenn Wundheilung oder Rückbildung gestört sind. Erste Anzeichen sind verstärkte Blutungen (etwa wenn der Wochenfluss wieder zunimmt oder seine schon hellere Farbe wieder blutig wird) und Fieber.

Schon ein Milchstau, der nicht zwingend besorgniserregend ist, kann die Körpertemperatur ansteigen lassen. Erhöhte Temperatur und Fieber sollten aber in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, da ein Milchstau zu einer Brustentzündung (Mastitis) führen und das Fieber auch Zeichen für eine Infektion sein kann.

Weitere mögliche Komplikationen im Wochenbett sind Thrombosen oder Embolien. Aber auch psychische Probleme, wie Baby-Blues, Wochenbettdepression oder Wochenbettpsychose sind Komplikationen, die im Wochenbett und darüber hinaus auftreten können.

Wundheilungs- und Rückbildungsstörungen

Wundheilungs- und Rückbildungsstörungen der Gebärmutter können mit einem zu starken oder zu schwachen Wochenfluss einhergehen. Außerdem kann sich der Wochenfluss aufstauen. Der obere Gebärmutterrand (Gebärmutterfundus) steht dann höher, als es der Wochenbettdauer entspricht, die Gebärmutter schrumpft zu langsam oder gar nicht auf ihre ursprüngliche Größe zurück.

Wundheilungsstörungen bergen ein Infektionsrisiko, da der Wochenfluss infektiös ist. Wird er aufgestaut oder fließt er zu langsam ab, können Keime aufsteigen. Wundheilungs- und Rückbildungsstörungen sollten daher ärztlich oder von der Nachsorgehebamme überwacht werden.

Neben Medikamenten können Massage, einfache Gymnastik und Bauchlage die Rückbildung der Gebärmutter unterstützen. Auch häufiges Stillen und Wärme (z.B. eine Wärmflasche) beschleunigen die Rückbildung.

Thrombose, Embolie

Die Gefahr einer Thrombose, also eines Blutgerinnsels, oder einer Embolie (wenn eine Thrombose ein Blutgefäß verstopft) ist im Wochenbett erhöht:

  • Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes ist bei der Wöchnerin doppelt so hoch wie normal.
  • Durch hormonelle Einflüsse wird die Bildung von Krampfadern (Varizen) während der Schwangerschaft gefördert, sodass die Thrombosegefahr steigt.
  • Frauen im Wochenbett sind körperlich oft wenig aktiv, das Blut fließt nur langsam, sodass leichter eine Thrombose entstehen kann.
  • Die vergrößerte Gebärmutter drückt auf die großen Venen und behindert den Blutfluss.

Thrombosen und Embolien kann die Wöchnerin mit Kompressionsstrümpfen vorbeugen. Außerdem ist es sinnvoll – auch um die Rückbildung zu unterstützen – sich möglichst früh zu bewegen und das Bett zu verlassen. Frauen, die nach der Geburt länger ans Bett gefesselt sind, etwa aufgrund eines Kaiserschnitts, sollten früh mit leichter Gymnastik, besonders für die Beine, beginnen. Hier kann die Nachsorgehebamme hilfreiche Tipps geben.

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