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Stammzellen aus Nabelschnurblut

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(Stand: 22. Juni 2009)

Allgemeines

Wohl alle Eltern wünschen sich für ihr Baby ein Leben ohne Sorgen und Krankheiten. Seit einigen Jahren scheint die moderne Medizin eine Chance zu bieten, diesem elterlichen Wunsch ein wenig nachzuhelfen. Forschung an Stammzellen, die nach der Geburt ohne großen Aufwand aus dem Nabelschnurblut entnommen werden können, eröffnen zukünftige Therapiemöglichkeiten.

Man sieht ein kleines Baby.

Das Nabelschnurblut enthält neben Stammzellen, aus denen sich zum Beispiel Knorpel, Muskeln oder Gefäße entwickeln können, vor allem so genannte Blutstammzellen. Bei diesen handelt es sich um adulte Stammzellen, die pluripotent sind. Das heißt sie haben die Fähigkeit, sich durch Teilung in verschiedene spezialisierte Zellen zu entwickeln wie etwa rote und weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen. Auch eine Differenzierung in Muskel-, Knochen- oder Leberzellen kann möglich sein, allerdings wird diese Fähigkeit bislang beim Menschen nicht zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Stammzellen spielen eine Rolle bei der Reparatur beschädigter Gewebe. Mit zunehmendem Alter verringert sich jedoch die Anzahl dieser Zellen und sie verlieren an Vitalität. Im Gegensatz dazu sind Stammzellen aus Nabelschnurblut sehr jung und vital – sie können sich noch deutlich häufiger teilen.

Neben Stammzellen aus Knochenmark wird mittlerweile auch seit einigen Jahren mit Stammzellen aus Nabelschnurblut gearbeitet. Sie werden vor allem zur Therapie von Leukämie (Blutkrebs), Erkrankungen des Lymphsystems sowie in Zukunft möglicherweise zur Behandlung von Diabetes mellitus oder Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose eingesetzt. Die Menge der Stammzellen, die aus dem Restblut der Nabelschnur gewonnen werden kann, reicht in der Regel vor allem für die Behandlung von Kindern aus. Für die Behandlung Erwachsener können jedoch auch mehrere Nabelschnurblutspenden eingesetzt werden.

Der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut bei chronischen Herzerkrankungen, Parkinson, Rückenmarksverletzungen, Alzheimer und Diabetes mellitus wird erforscht. Man nimmt an, dass Stammzellen in der Lage sind, zerstörtes Gewebe künstlich nachwachsen zu lassen. Verletzte oder zerstörte Organe könnten auf diese Weise theoretisch ersetzt werden.

Weiterlesen: Stammzellen aus Nabelschnurblut: Nabelschnurblut spenden

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