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Plötzlicher Kindstod

Definition

Stand: 13. Februar 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Unter dem plötzlichen Kindstod versteht man den unerwarteten, unerklärlichen und unvorhersehbaren Tod eines Säuglings während des Schlafs. Andere Bezeichnungen sind plötzlicher Säuglingstod oder auch "Krippentod". Im angelsächsischen Bereich spricht man von dem Sudden Infant Death Syndrome (SIDS). Vor allem Säuglinge im Alter zwischen zwei und zwölf Monaten sind betroffen.

In etwa 90 Prozent der Fälle versterben die Kinder während des Schlafs in der Nacht, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Meist können die Eltern im Vorfeld keine Auffälligkeiten an ihrem Kind beobachten. Manchmal machen sich die Babys allerdings durch übermäßiges Schreien, Schwitzen und Unruhe bemerkbar.

Häufigkeit

Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache von Säuglingen in Deutschland; etwa eines von 1.000 Babys ist betroffen, dabei Jungen häufiger als Mädchen. Die meiste Fälle von plötzlichem Kindstod ereignen sich zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensmonat des Säuglings. Im Winter kommt es zu mehr Todesfällen dieser Art als im Sommer.

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