Startseite > Ratgeber > Geburt > Brustentzündung in der Stillzeit
Stand: 6. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Mastitis ist eine Entzündung der Brustdrüse. Sie kann während der Stillzeit als Mastitis puerperalis oder zu einem anderen Zeitpunkt als Mastitis non-puerperalis auftreten.
Die Ursache einer Brustentzündung in der Stillzeit ist in 95 Prozent der Fälle das Bakterium Staphylococcus aureus, das während der Stillperiode leicht in die Brust eindringen kann.
Fieber kann in den ersten Wochen nach der Entbindung ein Anzeichen für eine Mastitis sein. Bei einer Brustentzündung ist die betroffene Brust gerötet, überwärmt und oft verhärtet. Betroffene Frauen haben Schmerzen und die Brust spannt. Meistens ist nur eine Brust entzündet.
Während einer Mastitis puerperalis (Brustentzündung in der Stillzeit) sollte die Brust ruhig gehalten werden, zum Beispiel mit einem gut sitzenden BH. Die Milch kann abgepumpt werden. Gleichzeitig lässt sich der Milcheinschuss durch Medikamente, die das Milchbildungshormon Prolaktin hemmen, vermindern. In schweren Fällen und wenn die anderen Behandlungsmaßnahmen nicht ausreichend wirken, ist eine Antibiotikatherapie notwendig.
Auch mit einer leichten Mastitis puerperalis kann die Betroffene in der Regel weiter stillen. In den ersten ein bis zwei Tagen sollten Frauen aber sicherheitshalber darauf verzichten. Da durch die Entzündungen Schmerzen in der Brust auftreten, ist es aber manchmal nicht möglich, mit der betroffenen Brust weiter zu stillen.
Wird die Mastitis puerperalis behandelt, klingt sie in der Regel rasch ab. Eine gute Brustpflege kann dazu beitragen, einer Brustentzündung in der Stillzeit vorzubeugen. Dabei ist es vor allem wichtig, dass die Brust immer gut entleert wird, damit sich kein Milchstau bilden kann. Eine gute Hautpflege verhindert, dass die Haut rissig wird und Bakterien eindringen können.
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