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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 15. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine normale Geburt kommt ohne Hilfsmittel aus. Manchmal ist es aber nötig, die Geburt des Babys mit Geburtszange oder Saugglocke zu beschleunigen oder zu unterstützen. Sowohl die Zangengeburt als auch die Saugglockenentbindung sind in Deutschland aber sehr selten (2009 kamen 5,2% der Kinder mit Saugglocke, 0,7% mithilfe der Zange zur Welt).
Geburtszange und Saugglocke kommen zum Einsatz, wenn die Geburt ins Stocken gerät, das Kind aber schon sehr tief im Becken sitzt und es nicht mehr zu lange dauern sollte, bis das Baby auf der Welt ist, damit es keine Komplikationen gibt. Es kann aber auch sein, dass das Kind besonders gestresst ist oder die Mutter von einer sehr langen oder anstrengenden Geburt so sehr erschöpft ist, dass sie die Unterstützung von Geburtszange oder Saugglocke braucht, oder dass die Wehen einfach zu schwach sind, um das Kind zur Welt zu bringen.
Eine Zangengeburt oder Saugglockenentbindung ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich beziehungsweise wird nur unter bestimmten Umständen eingesetzt:
Bei Frühgeburten darf die Geburtszange nicht eingesetzt werden, weil der Kopf von Frühchen einfach zu klein und empfindlich ist. Damit die Saugglocke eingesetzt werden kann, muss das Baby außerdem mit dem Hinterkopf nach unten liegen (es gibt auch Kinder, die mit dem Gesicht voran zur Welt kommen), damit die Saugglocke am Hinterkopf angesetzt werden kann.
Sowohl bei der Zangengeburt als auch bei einer Saugglockenentbindung wird häufig auch ein Dammschnitt vorgenommen, um das Kind nicht unnötig zu belasten und es einfacher zur Welt zu bringen.
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