Startseite > Ratgeber > Geburt > Wassergeburt > Risiken einer Wassergeburt
Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Die Risiken, die bei einer Wassergeburt möglicherweise auftreten können, werden kontrovers diskutiert. Neben klaren Befürwortern gibt es auch absolute Gegner der Wassergeburt. Die größten Diskussionen betreffen die Frage, ob beim ersten Atemzug des Babys bei einer Wassergeburt Wasser in die Lunge gelangen kann.
Befürworter der Wassergeburt verweisen in diesem Zusammenhang auf den Tauchreflex, den das Baby bereits im Mutterleib entwickelt: Sobald die Gesichtshaut mit Wasser in Berührung kommt, verschließt sich die Luftröhre des Babys, sodass kein Wasser eindringen kann. Dieser Reflex besteht bis etwa vier Monate nach der Geburt.
Erst wenn das Kind sich in einer Stresssituation befindet, etwa weil der Sauerstoff knapp wird, kann der Reflex außer Kraft gesetzt werden und Wasser könnte in die Lunge eindringen. Wenn Arzt oder Hebamme den Kopf des Neugeborenen sofort nach der Geburt über die Wasseroberfläche heben, ist es daher unwahrscheinlich.
Die Risiken, dass sich Mutter oder Kind durch verschmutztes Wasser oder starke Blutungen der Mutter mit Krankheitserregern infizieren, werden als gering eingeschätzt.
Die Statistiken zeigen, dass es bei Wassergeburten keine erhöhte Rate an Infektionen oder Aspirationen (also Verschlucken oder Einatmen von Wasser) gibt.
Bei einer normal verlaufenden Wassergeburt ist der kritischste Moment der, in dem die Mutter das Wasser verlässt, da es hier häufig zu Kreislaufproblemen kommt. Darum ist es wichtig, dass immer zwei Personen die Mutter stützen, wenn sie aus der Wanne aussteigt.
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.