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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Bei einer Wassergeburt liegt, sitzt oder hockt die Schwangere während der Eröffnungs- und Austreibungsphase in der sogenannten Gebärwanne. Diese bietet genügend Bewegungsfreiraum für alle Gebärpositionen, welche die Gebärende während des Geburtsvorgangs einnehmen möchte. Arzt, Partner oder Partner können vom Beckenrand aus die Schwangere unterstützen. Die Wassertemperatur liegt zwischen 36 und 38°C. Die Gebärwanne ermöglicht der Schwangeren für gewöhnlich einen einfachen, tiefen Einstieg. Häufig gibt es verschiedene Möglichkeiten für die werdende Mutter, sich festzuhalten, beispielsweise über Handgriffe am Wannenrand oder über kräftige Tücher, die von der Decke über der Wanne hängen.
Um auch in der Wanne lückenlos die Wehenstärke und die kindliche Herzschlagfrequenz überwachen zu können, können kabellose Kardiotokographen (CTG) eingesetzt werden.
Dammrisse oder Dammschnitte sind bei einer Wassergeburt selten. Sollte dennoch ein Schnitt nötig sein, kann der Arzt oder die Hebamme diesen vom Beckenrand aus vornehmen.
In einigen Fällen reicht es der Gebärenden aus, in der Wanne zu entspannen – sie kann dann die Wanne verlassen und das Kind außerhalb der Wanne gebären. Treten Komplikationen auf, muss die werdende Mutter die Wanne verlassen und die Geburt im Kreißsaal fortsetzen.
Sobald das Baby geboren ist, heben Arzt oder Hebamme es an die Wasseroberfläche und legen es, mit dem Kopf über Wasser, auf den Bauch der frischgebackenen Mutter. Die Nabelschnur wird im Wasser durchtrennt. Während der Zeit, die Mutter und Kind noch im Wasser verbringen, wird das Neugeborene von einer weiteren Person (z.B. dem Partner) mit Wasser begossen, damit es nicht auskühlt.
Die Nachgeburt (Plazenta) wird in der Regel außerhalb der Wanne geboren.
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